Am Zahn der Kitzbühler Alpen - dem Rettenstein

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Großer Rettenstein, 2362 m (Bergtour)


Charakter:

Der Große Rettenstein - nicht der höchste, aber sicherlich der markanteste Gipfel der Kitzbühler Alpen ragt mit seinen spitzen Gipfeln wie ein Zahn aus den umliegenden Grasbergen. Was aussieht wie ein ohne Kletterausrüstung unbezwingbarer Gipfel, erweist sich, je näher man kommt zwar imposant, aber für den guten Bergwanderer als durchaus leicht machbar.
Am Gipfelkreuz bietet sich ein Rundpanorama, das bei gutem Wetter jedem Vergleich standhält!

Tourenwelt-Tipp:
Bike & Hike Tour auf den Rettenstein - als Variante im Aufstieg beschrieben.
(Siehe auch unser GPS-Track)

Tourdaten:

Gehzeit: 06:30:00
Höhendifferenz: 1535m
Abstiegsdifferenz: 182m
Exposition: W bis N
Schwierigkeit: 3+
Länge: 12,96km
Starthöhe: 1006 m
Endhöhe: 2362 m
Beste Tourenzeit: Anfang Juni bis September
Gebirge(Region): Kitzbüheler Alpen (Aschau / Spertental / unterer Grund)

Anreise/Zufahrt:

Auf der A 12 Inntalautobahn bis zur Ausfahrt Wörgl West, durch das Brixental nach Kirchberg i.T. und von dort etwa 7 km nach Aschau, bis zur Oberlandhütte.

Ausgangspunkt:

Parkplatz hinter der Oberlandhütte, direkt an der Mautstelle, 1.006m
(kostenlos)

Aufstieg

Zu Fuß:
Zunächst folgen wir der Mautstraße etwa 20 min taleinwärts, ehe ein kleiner Pfad (Weg Nr. 715) mit Beschilderung links aufwärts abzweigt. Über die Sonnwendalm, und im Anschluss flach auf dem Forstweg durch den Lärchenwald bis zur Hinteren Schöntal Alm, 1.601m. Dem schlechter werdenden Wiesenweg aufwärts zu den letzten Almgebäuden folgen und ab hier auf einem kleinen Pfad über herrliche Almwiesen zum steilen Gipfelanstieg des markanten Rettensteins. Zunächst über die steile Geröll-/Wiesenflanke, später auf steilem Schrofengelände in leichter Kletterei zum Gipfel.

Bike & Hike:
Eine sportliche Alternative und ideale Kombinationsmöglichkeit auf dieser Tour stellt die Auffahrt zur Hinteren Schöntalalm mit dem Mountainbike dar. Dazu fahren wir von der Mautstelle immer taleinwärts bis kurz vor die Karalm, 1.321m. Hier zweigt ein guter Fahrweg links aufwärts in den Wald. Zunächst in angenehmer Steigung, später flach, umrinden wir den Gipfelstock des Rettensteins. Immer diesem Weg folgen, bis nach einer kurzen Abfahrt an einer beschilderten Kreuzung der Forstweg von der Sonnwendalm kommend zur Hinteren Schöntal Alm abzweigt. An der Schöntal Alm das Bike versperren und zu Fuß zum Gipfel.
Durch die Kombination Bike & Hike verkürzt sich die gesamte Tour um gut 1,5 Stunden!

Abstieg:

Abstieg auf dem selben Weg zur Schöntalalm und über die Sonnwendalm retour zum Ausgangspunkt.

Variante:
Eine gute Stunde länger dauert der Abstieg in den Talschluss des Unteren Grundes. Hierzu von der Schöntalalm noch etwas abwärts und an der Weggabelung nach links dem Forstweg folgen. Wir umrunden den Gipfelstock und gelangen im Talschluss zur Karalm, 1.321m. Zuletzt entlang des Talbodens retour zum Ausgangspunkt.

Kartenmaterial

Kompass Nr. 29 Kitzbüheler Alpen (1:50.000)

Stützpunkte unterwegs:

Keine bewirtschaftete Hütte unterwegs - eine gute Jause mitnehmen.

Panoramen:

Knusberhäuschen
Knusberhäuschen
Abzweigung vor der Karalm
Abzweigung vor der Karalm
Vom Gipfelanstieg über die Spiesnägel
Vom Gipfelanstieg über die Spiesnägel
Almrosenfelder unter den Gipfelhängen
Almrosenfelder unter den Gipfelhängen
Schöntalalm
Schöntalalm

Fotos:

Rettenstein vom Kitzbühler Skigebiet
Rettenstein vom Kitzbühler Skigebiet
Leichte Kletterei
Leichte Kletterei
Bizarre Felsformationen
Bizarre Felsformationen
Rettenstein mit Schnee im Sommer
Rettenstein mit Schnee im Sommer
Gipfelanstieg
Gipfelanstieg
Almrosenfelder
Almrosenfelder
Rettenstein und Grossvenediger
Rettenstein und Grossvenediger

Leser-Kommentare zur Bergtour Großer Rettenstein:

#3
von Ulli S. am 02.09.2016
Ich möchte auf den Kommentar von Lisbeth und Babsi B eingehen. Bevor hier Angst und Schrecken verbreitet werden: Niemand spielt hier mit seinem Leben. Ja, die Tour ist nicht für Flachlandwanderer geeignet, aber das sollte man bei einem 2000er auch nicht erwarten - das ist kein Flachland. Wenn ich ein Stadtkind habe, das am Tag einmal in der Schule auf den Pausenhof darf, würde ich es da nicht hochschicken - ansonsten besteht keinerlei Problem, etwas wandererfahrene Kinder mitzunehmen. Ich bin selbst kein Extremsportler und gehe diesen Berg trotzdem regelmäßig seit meinem 7. Lebensjahr. Ja, man geht durch ein Geröllfeld - hier ist Vorsicht und gesunder Menschenverstand gefordert. Man muss aber keine Angst haben, von einem anderen Wanderer erschlagen zu werden. Außerdem wurde in der Tourbeschreibung bereits ein Helm empfohlen. Die Tour ist wunderschön und eine tolle Abwechslung zu den Kitzbüheler Grasbergen - man hat mal das Gefühl, am Berg zu sein. An jedem Berg kann etwas passieren, man kann aber das Risiko selbst reduzieren. Hier ist einfach eine sinnvolle Vorbereitung gefordert (Wetter - auch im Sommer kann im Gipfelanstieg Schnee liegen oder einige Stellen vereist sein - unbedingt Wetterbericht und Temperaturen der Tage und Nächte davor checken). Dann ist diese Tour sehr lohnenswert und der Großvenedigerblick einfach nur ein Traum.
#2
von Karl T. am 05.10.2014
Achtung MTB-Kombi grosser Rettenstein: Die Fahrstraße ab Karalm endet dort an einem Misthaufen und ist im weiteren wegen Murenabgang ab 2014 komplett gesperrt (verfällt). In das Schöntal kommt man mit dem Bike nur ab Hintenbachalm, dort links zur Sonnwendalm und weiter zur Schöntalalm. Die Forststraße ist nicht steil und gut fahrbar. Sie ist aber offiziell wie anscheinend alle Forstwege in Ö aus juristischen Gründen für Bikes gesperrt. Der gr. Rettenstein ist eine herrliche Panoramatour, bei den obersten 300 m sollte man trittsicher sein ( max.I.Grad) und ein Helm ist wegen Steinschlaggefahr zu empfehlen. Als Kombi 3 1/2 Std. rauf und 2 1/2 Std. runter.
#1
von Lisbeth und Babsi B. am 27.07.2013
Ich bin ein grosser Wanderfreund ,bin viel in den Bergen unterwegs .Wir haben eine Tour vom Wildkogel aus gemacht ,sind den Herrensteig gegangen und dann auf den grossen Rettenstein.Ich muss sagen ,da spielt man mit seinem Leben .Wenn oberhalb Wanderer unterwegs sind muss man auf die Steine achten ,die losgetreten werden ,der ganz Weg ist von unzähligen Steinen übersät .Bergwärts ist das ganz gut zu bewältigen,bis drei Minuten vor dem Kreuz .Da muss man fast eine Meter grosse Hürde überwinden das man zum Kreuz hoch kommt ,da wäre eine kleine Leiter sehr hilfreich ,wie mann sie sonst auch überall vorfindet.Der Abstieg ist ein russisches Roulett,mann kann sich nirgends festhalten ,es sind keine Sicherungen vorhanden das man sich festhalten kann ,wenn man ausrutscht,was sowieso zu einen Absturz führt kann einen nur mehr der Hubschrauber mit dem Totensack holen.Was ich ausserdem nicht verstehe ,es ist nirgends ein Schild aufgestellt das der Weg für Kinder und für Flachland Wander nicht geeignet ist. Kommt man fast zum Gipfel ,sitzt ein Wanderer ,schneeweiss im Gesicht ,auf dem Sonst schon schmalen Weg,hält einen Stein umklammert ,weil er Höhenangst hat ,und denn steilen Anstieg komplett falsch eingeschäzt hat.Es wäre dringender Handlungs bedarf!!!!!!Ich hoffe für alle Bergfreunde das sie wieder sicher ins Tal kommen.

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