Pisciadu Hütte im Grödner-Tal

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Pisciadù Klettersteig (Via Ferrata Brigata Tridentina), 2585 m (Bergtour)


Charakter:

Sehr gut abgesicherter Genuss-Klettersteig am Grödner Joch.
Im gesamten Verlauf werden wir von atemberaubenden Tiefblicken zur Grödner-Joch-Staße sowie der umliegenden Region begleitet.

Speziell im Sommer und an schönen Wochenenden sehr beliebt und daher häufig besucht.

Die richtige Ausrüstung zur Tour in unserer Chekliste für Klettersteige

Tourdaten:

Gehzeit: 03:30:00
Höhendifferenz: 724m
Abstiegsdifferenz: 106m
Exposition: N bis O
Schwierigkeit: C
Länge: 2,34km
Starthöhe: 1956 m
Endhöhe: 2585 m
Beste Tourenzeit: Ende Juni bis Oktober
Gebirge(Region): Dolomiten (Grödner Tal (Val Gardena))

Anreise/Zufahrt:

Aus dem Grödner Tal über das Grödner Joch und einige Kehren abwärts zu einem großen Schotterparkplatz auf der rechten Seite. (Kostenlos)

Oder von St. Lorenzen im Pustertal via Corvara zum Grödner Joch. Vor Erreichen der Passhöhe zum großen Schotterparkplatz auf der linken Seite. (Kostenlos)

Ausgangspunkt:

Großer Parkplatz in einer alten Kiesgrube (1.956m) an der Ostseite des Grödner-Joch´s.

Aufstieg

Vom Parkplatz in östlicher Richtung ganz leicht abwärts, direkt auf die erste Wand zu. Entlang des Wandfußes erreichen wir in gut 5 Minuten den Einstieg in diese zumeist nasse Wand. Mit Hilfe von Drahtseilen und soliden Klammern über diese 40-Meter-Rampe, weiter auf einem Weglein zwischen den Bergsturztrümmern am Fuß des Brunecker Turms mit etwas Höhenverlust zum eigentlichen Einstieg.

Über steile, aber durchgehend recht griffige Felsen, steigen wir hinauf in die Karmulde unterhalb der Pisciadù-Hütte und erreichen einen flacheren Abschnitt am Wasserfall. Ab hier nimmt die Schwierigkeit etwas zu, an einigen wenigen Steilstellen sind zusätzliche Eisenstifte montiert. Wer auf diesem Teilstück Probleme hat, kann unter dem bereits gut sichtbaren Exnerturm aussteigen und dem steilen Weg zur hinauf zur Pisciadùhütte folgen.

Nach dieser Ausstiegsmöglichkeit folgt der spannendste Teil dieses Klassikers - über einen kurzen Steilaufschwung mit Klammern und Stiften erreichen wir eine doch recht luftige, senkrechte Leiter an der Ostwand des Exnerturms. Einige Meter leicht abwärts und die letzten 30 Meter genüsslich aufsteigend zum Höhepunkt dieser Tour - der luftigen Hängebrücke, die einen tiefen Spalt im Rücken des Exnerturms überspannt.
Nach der Brücke auf gutem Gehgelände in 15 Minuten zur Pisciadù auf 2.585m.

Gesamtgehzeit bis zur Hütte ca. 2,5 Stunden.

Abstieg:

Von der Hütte folgen wir der Markierung Nr. 666 (rot-weiß-rot) und gelangen zum Ansatzpunkt des Val Setùs. Hier mithilfe der Drahtseile über einige Felsstufen abwärts in das Geröllkar. Zwischen hohen Felsmauern im Zickzack (oft bis in den Hochsommer Schneereste) weiter abwärts zur Talmündung und zuletzt über einen Schrofenhang zum Parkplatz an der Grödner-Joch-Straße.

Kartenmaterial

Kompass Blatt 624, Hochabtei (1:25.000)
Freytag & Berndt S5, Grödner Tal (1:50.000)
Tabacco, Blatt 07 "Hochabtei" (1:25.000)

Stützpunkte unterwegs:

Rifugio Pisciadù (2.585m), geöffnet von Juli bis September.

Panoramen:

Herrlich gelegene Hütte
Herrlich gelegene Hütte

Fotos:

Beginn des Steiges
Beginn des Steiges
Nasse Wand am Einstieg
Nasse Wand am Einstieg
Am Aufstieg zum Exnerturm
Am Aufstieg zum Exnerturm
Kurz vor der Ausstiegsmöglichkeit
Kurz vor der Ausstiegsmöglichkeit
Der Exnerturm mit Hängebrücke
Der Exnerturm mit Hängebrücke
Schattenspiel
Schattenspiel
Leiter am Exnertrum
Leiter am Exnertrum
Abstieg im Val Setus
Abstieg im Val Setus
Pisciadu Hütte
Pisciadu Hütte
Wasserfall
Wasserfall
Wackelige Angelegenheit
Wackelige Angelegenheit
Berühmte Leiter
Berühmte Leiter
Oberhalb des Wasserfalls
Oberhalb des Wasserfalls
Wegweiser Abstieg
Wegweiser Abstieg
Tiefblick zur Grödner-Joch Strasse
Tiefblick zur Grödner-Joch Strasse
Auf der Brücke
Auf der Brücke
Letzte Querung
Letzte Querung
Morgenstimmung am Klettersteig
Morgenstimmung am Klettersteig
Parkplatz in der Kiesgrube
Parkplatz in der Kiesgrube

Leser-Kommentare zur Bergtour Pisciadù Klettersteig (Via Ferrata Brigata Tridentina):

#1
von Herbert S. am 06.08.2015
Das dritte mal begangen,auch wenn der Startzeitpunkt mit 7:00 schon etwas spät war (bei stabilen wetter ist auch ein Nachmittagsaufstieg sicher eine gute Alternative), konnten wir ungestört steigen. Noch mehr als früher, entschieden wir uns wirklich zu klettern und die Seile nur als Sicherheit, aber nicht als Steighilfe zu verwenden, das macht diese Ferrata zu einem besonderen Vergnügen (80% ist das möglich). Wir wählten diesesmal den Abstieg über das Mittagstal, eine stunde länger die absolut lohnt.

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