Gipfelpanorama Lamsenspitze - Karwendel | Zur Bergtour Lamsenspitze mit diesem Panorama

Tourenwelt.at - Blog


Jun
17
2019

Spitzingseerunde

geschrieben am 17. Juni 2019 von asti

Samstag früh um 06.30 Uhr durfte ich mich einer tollen Gruppe Rennradbegeisterter aus dem Brixental anschließen, die mich an diesem top-Sommertag von Wörgl über den Achensee und weiter hinauf auf den Spitzingsee „gezogen“ haben. Speziell der Abschnitt vom Tegernsee hinauf auf den Spitzingsee ist wirklich ein Hammer für Radfahrer – eine Mautstraße und später sogar mit Fahrverbot belegt, dazu noch ein toller Asphalt – was will man mehr. Nach einer kurzen Einkehr ging´s rasant weiter nach Bayrischzell und über den Thiersee retour nach Kufstein & Wörgl.

Sollte jemand diese Tour nachfahren wollen empfehle ich im Sommer unbedingt einen sehr frühen Start – im Idealfall wirklich schon um 6 Uhr, da es einfach mit dem Verkehr viel besser geht. Auch die von uns gewählte Richtung stimmt, da der „boarische Wind“ doch recht unangenehm sein kann. Speziell diejenigen, die zu Mittag wieder zu Hause sein müssen, sollten sich auf dieser Runde sputen, denn 150km / 1.700Hm brauchen ihre Zeit…

 

Jun
5
2019

Brandstadlrunde

geschrieben am 5. Juni 2019 von asti

Heute gabs auch bei mir eine Premiere: erstmals bin ich im heurigen Jahr mit dem MTB noch vor Sonnenaufgang los (ca. 05.45Uhr) und hinauf in das Hexenwasser in Söll geradelt. Dort in der ersten Sonne dann weiter zum Filzalmsee Hochbrixen und quer durch die Skigebiets-Liftbaustelle Zinsberg hinüber zum Brandstadl in Scheffau. Zuletzt über den Bromberg retour nach Söll.

Auf der Sonnenseite ist es nun endlich bis ganz hinauf aper geworden und es beginnt nun auch hier der Frühling. Schattseitig schaut die Sache immer noch etwas anders aus: Schnee im Sommer – dem Klimawandel sei Dank.

Tolle Runde mit 27km und 1.070 Höhenmeter, für die man ca. 02:15h einplanen sollte.

 

Jun
2
2019

Skitour Torhelm, 2494m

geschrieben am 2. Juni 2019 von Hutz

Heute gab’s eine Prämiere: erstmals eine Skitour im Juni … so spät war ich noch nie mit den Skiern unterwegs, aber bei dem Winter, bei dem Schnee … also früh raus und ab in den Langen Grund bis kurz vor die Tiefental-Alm, da die letzten Meter bis zur Hütte wegen eines Felssturzes gesperrt sind. Also die Skier geschultert und doch ein anständiges Stück ohne großartige Schneeunterstützung bis kurz hinter die Oberkaralm. Von dort gings dann auf Skiern kurz noch im Schatten und anschließend in der natürlich recht kräftigen Frühjahrssonne Richtung Gipfel. Der Schnee im unteren Drittel zeigte sich eigentlich sehr gut, hielt und versprach sogar noch recht gutes Abfahrvergnügen. Im mittleren Drittel eine mittlere Katastrophe – der kürzlich gefallene Schnee hat sich noch nicht wirklich gesetzt und verbunden, somit eine einzige weiche Sülze, was vor allem bei den etwas steiler werdenden Hängen bis vor den Gipfelhang anstrengend war, da bei fast jedem zweiten Schritt der Talski wegrutschte. Das letzte Drittel bzw. der Gipfelanstieg ab dem Grat zeigte dann wieder bessere Verhältnisse, da hat der Schnee dann wieder besser gehalten hat. Alles in allem für den 2. Juni eine tolle Tour und wir haben feststellen müssen, dass wir uns schon bei schlechteren Verhältnissen Berge runterquälten…

Raus aus dem Schatten …

Blick zurück …

Herrliches Skigelände

Könnte die Öfeleralm sein…

Gipfelrundblick

Mai
16
2019

MTB Tour – Hochsöll – Hochbrixen – Brandstadl

geschrieben am 16. Mai 2019 von asti

Meine erste MTB Tour durch die Skiwelt Wilder Kaiser – Brixental in diesem Frühjahr: In einem kurzen Sonnenfenster ging´s von Söll hinauf ins Hexenwasser und einmal quer durch bis nach Hochbrixen zum Filzalmsee. Bis hierher ist schon mal alles aper, wenngleich entlang des Weges – vor allem im Wald noch teiliweise dicke Schneewände stehen. Mein nächstes Ziel war der Zinsberg, wo schon fleißig an den Fundamenten der neuen Stützen der Bahn betoniert wird. Dadurch sind schon recht viele LKWs gefahren, was den Weg ziemlich „doagig“ machte – wenn´s dann noch nass ist, ist´s schon anstrengend tief. Vorbei an den Holzalmen ging es unterhalb der Muldenbahn durch zur Eibergalm und zuletzt hinauf auf den Brandstadl. Schon beeindruckend, wie viel Schnee hier Mitte Mai noch liegt, an einigen Plätzen wäre wohl ohne Probleme noch Skibetrieb möglich.

–> Jetzt wird´s Zeit für Sommer!

Mai
6
2019

Skitour Schatzberg, 1.898 m – nochmal

geschrieben am 6. Mai 2019 von Hutz

 

Kleines Update zum Eintrag betreffend 01.-Mai-Tour auf den Schatzberg – ich merkte ja an, dass es nicht mehr lange vom Auto weg gehen wird … naja, was soll ich sagen … heute hätt ich beinahe Winterreifen gebraucht, um überhaupt zur Mittelstation zu kommen! Beim rauf fahren hab ich sogar Spuren gesehen, die darauf hindeuten, dass einige wahrscheinlich gestern von möglicherweise ganz unten bei der Talstation losmarschiert sind … und runter gefahren – am 05. Mai wohlgemerkt! Und es lag sogar heute noch reichlich Schnee unterhalb der Mittelstation, wobei ein Abfahren nicht mehr ratsam gewesen wäre. Aber – um zurück zum Update zu kommen – von der Mittelstation aus wars heute unglaublich. Bin erst um 17.00 Uhr losgegangen und hatte doch tatsächlich eine für  den 05. Mai unglaubliche Tour mit wunderbaren Eindrücken! Leider hats nicht wirklich aufgerissen (was ich dem Wetterbericht zufolge gehofft hätte) aber, ich wiederhole mich, am 05. Mai über tiefverschneite Landschaft bei sogar leichtem Schneefall Richtung Schatzberg (nicht irgendein 2500er oder 3000er …!) zu gehen – ein Genuss! Und bedingt durch die passenden Temperaturen – perfekt niedrig für den frischen Schnee – war die Abfahrt alles andere als patzig, zwar nicht total federleichter Pulver, aber … für den 05. Mai 🙂 …

Vom Auto weg perfekt!

Jaja, 5. Mai …

Der Hang wartet schon!

Wie gesagt … 5. Mai

Mai
2
2019

Skitour Schatzberg, 1.898 m

geschrieben am 2. Mai 2019 von Hutz

Nachdem uns die Dorfmusik ein Ständchen gespielt hat, wollte ich gestern Mittag noch einmal den lokalen Schnee genießen und bin mit dem Auto zur Mittelstation Schatzberg gefahren, um von dort (vom geparkten Auto weg!) auf den Schatzberg zu gehen. Vorab, es ging noch sehr gut, wobei  es im „untersten“ Teil in den nächsten Tagen zunehmend schneefrei werden wird (wenn am Wochenende nicht wieder wie angekündigt was draufkommt!). Im mittleren und oberen Teil dann noch recht beachtliche Schneemengen, die noch recht lange liegen bleiben werden. Das Abfahren war dann am frühen Nachmittag bedingt durch die recht kräftige Sonne natürlich nicht mehr so wunderbar „firnig“, wie man sich das wünschen würde – es brauchte schon mehrmals Doppelstockeinsatz für ein Fortkommen. Das soll aber nicht heißen, dass es nicht doch ein toller 1.-Mai-Ausflug war, der nach baldiger Wiederholung schreit!

Hier noch ein paar Impressionen:

 

Apr
28
2019

Skitour Hohe Salve, 1.829m

geschrieben am 28. April 2019 von asti

Irgendwie gilt es doch als „gesetzt“, dass es nach Ostern noch einmal schneit – zumindest in Tirol. Nach frühsommerlichen Temperaturen kam am Wochenende der Wettersturz, der so machen Gärtner die Haare aufstellte.

Nach dem ersten Schneefall von Freitag auf Samstag zeigte sich danach kurz die Sonne. Genau in diesem Wetterfenster bin ich am späten Nachmittag von Hochsöll auf die Hohe Salve – dann bis zum Rigi nach Hopfgarten abgefahren und wieder zum Gipfel hinauf. Zuletzt direkt unter der Gondelbahn retour zur Keat und über die aufgerissene Piste nach Hochsöll.

Von Hochsöll hinauf zur Angeralm geht’s noch (mit ein wenig hin und her), darüber war dann etwas Neuschnee auf dem harten Altschnee. Speziell vom Gipfel unter der 4er-Rigibahn war’s grandios.

Nach den ersten Radtouren war das ein toller Kontrast. Lange gehts aber nicht mehr…

 

Apr
24
2019

Reintalerseenrunde zur Tour of the alps

geschrieben am 24. April 2019 von asti

Am Ostermontag erfolgte der Auftakt zur diesjährigen Tour of the alps in Kufstein. Auf einer sehr anspruchsvollen Rundtour über Mariastein – Bad Häring und Hinterthiersee waren bei traumhaftem Wetter die TOP Stars rund um Chris Froome & Vincenzo Nibali unterwegs. Auch wir mussten natürlich vor Ort hautnah mit dabei sein – denn immerhin kann man bei uns am Berg noch Skifahren und nachmittags am Hintersteinersee chillen. Also: Rauf auf das Rennrad!

Von Wörgl durch Kundl nach Rattenberg (Eis-Stopp obligatorisch) und weiter hinauf zu den Reintalerseen. Über den Angerberg erreichten wir die Wallfahrtskirche in Mariastein, wo wir genau zur rechten Zeit die Durchfahrt auf der Steigung vor dem Mariasteinerhof mitverfolgen durften. Auf den temporär gesperrten Straßen ging es nach Langkampfen und weiter nach Kufstein, wo wir auf das Finale warteten.

Wenn schon so ein Top-Event bei uns in der Region ist, dann muss man einfach hin -;)

Durchfahrt der Tour of the Alps in Mariastein

Apr
23
2019

Le Morne Brabant (Mauritius)

geschrieben am 23. April 2019 von asti

Ja, auch wir fahren gerne in den Urlaub – jedoch wäre baden alleine zu wenig – daher können wir euch heute eine Bergtour der besonderen Art vorstellen:

Mauritius, ein kleiner Inselstaat im indischen Ozean, rund 870km östlich von Madagaskar – und mit dem Flieger ab München in rund 11h / 13.000km zu erreichen. Bekannt ist die Insel wohl den meisten als Sehnsuchtsort für „Badewütige“ oder gar Flitterwochendestination. Eins vorweg – die Strände sind super, das Hotelangebot ist ebenfalls top. Aber die Insel hat noch mehr zu bieten und dazu zählt unter anderem auch eines der Wahrzeichen und typischstes Fotomotiv der Le Morne Brabant – ein 556m hoher, senkrecht aufragender Vulkanfelsen, der sich an der Süd-Westspitze direkt aus dem Meer erhebt.

Bis vor wenigen Jahren noch war das Gebiet nur schwer zugänglich, zählt es doch als UNESCO -Welterbe-Stätte wegen seiner Sklaven-Vergangenheit (Mahnmahl nahe des Strandes von Le Morne) zu den schützenswerten Gebieten der Insel. Heute ist das Gebiet zwar abgezäunt, jedoch über ein kleines Gate frei zugänglich. Hier muss man sich zwar in ein Buch ein- und nach der Tour wieder austragen, kontrolliert wird das aber nicht – bei uns hat die Rangerin in ihrer kleinen Hütte sitzend tief und fest geschlafen.

Zur Wegbeschreibung:
Vom Le Morne Strand (Ende der Fahrstraße nach dem letzten Hotel) folgten wir einem Forstweg rund 1,5km bis zum Gate. Dieses Gate mit kleinem Parkplatz wäre mit einem Leihwagen auch direkt von der B9 erreichbar. Nach dem Eintrag in das Buch folgten wir dem breit angelegten Wanderweg durch den „Urwald“. In mehreren Kehren führt dieser Weg teilweise sehr flach dann wieder stark ansteigend höher bis zur Aussichtkuppe im östlichen Bereich des Berges. Von hier aus kann man schon recht gut den Aufstieg erkennen. Stark zugewachsen schlängelt sich der kleine Pfad abenteuerlich bis hinauf zum Beginn der Felsen. Hier heißt es nun – in leichter Kletterei – unter Zuhilfenahme der Hände (nur bei Trockenheit zu empfehlen) steil nach oben. Begleitet von beeindruckenden Tiefblicken erreichten wir nach gut 1,5h den vorgelagerten Gipfel, der mit einem Kreuz gekennzeichnet ist. Der Hauptgipfel wird nicht bestiegen (Weiterweg auch im Grunde nicht möglich).

Die Aussicht ist perfekt, das vorgelagerte Riff bringt den Strand richtig zum Leuchten und die steilen Felswände sind ein Paradies für und fremde Vogelarten.

Fazit: 30 Grad, hohe Luftfeuchtigkeit, ein toller Gipfel und ein abenteuerlicher Weg – so schön kann Urlaub sein.

Apr
13
2019

Hohe Salve von Hochsöll

geschrieben am 13. April 2019 von Hutz

Dachte mir heute Nachmittag, dass ich meine neuen Tourenschuhe doch noch mal eingehen sollte, bevor dann doch bald die Abschlusstour(en) anstehen, die erfahrungsgemäß ja auch mal mehr Hm bieten. Also wohin so kurzfristig, ohne weit fahren zu müssen? Die Wahl fiel auf Hochsöll, um auf die Hohe Salve zu gehen.

Und was soll ich sagen – Ideal! Natürlich war das Wetter nicht berauschend, aber es ist noch reichlich Schnee da oben und zwischen den Spuren der Pistengeräte, die ja die Oberfläche doch schon hi und da tüchtig aufgerissen haben, gibt es immer noch einige wunderbar glatte Abschnitte, die heute sogar noch bei einer Abfahrtszeit von ca. 16:30 herrliches Firnfeeling aufkommen ließen!

Hier noch ein paar Impressionen:

Nicht die beste Sicht, aber man weiß ja, wo es hin geht!

Schaut ruppig aus, aber links und rechts gibt es genügend glatte Flächen!

Blick runter nach Hochsöll

Das ist mal ein Gipfelhang … wie Butter!

… und keine Brise!!!

Und die Schuhe sind auch tippi-toppi!!!

Apr
7
2019

Skitour Schneekar, 2.126m

geschrieben am 7. April 2019 von Hutz

Nachdem ich schon seit vielen Jahren den Wunsch in mir trage, einmal dieses herrliche Schneekar zu besuchen, zu dem ich immer raufschauen muss, wenn ich in Kirchbichl unterwegs bin, war es am Samstag endlich soweit! Da wir nicht auch den Zeitumstellungsfehler (danke Asti!!!) machen wollten, sind wir nicht allzu früh – nämlich erst um ca. 8 Uhr vom bereits gut gefüllten Parkplatz unterhalb des Jägerwirtes losgegangen.

Der erste Abschnitt des Weges war schon aper, so mussten wir die Skier halt ein paar hundert Meter tragen. Dabei waren auch ein paar umgestürzte Bäume zu überwinden – Wind und Schneelast haben auch hier deutlich ihre Spuren hinterlassen!

Dann ging es aber gut und auf Schnee weiter, bedingt durch die kalte Nacht auf sehr hartem Schnee. Vorbei an der Wegscheid Alm (noch tüchtig mit Schnee bedeckt!) zeigte sich wenig später der Vorteil darin, die Harscheisen eingepackt zu haben. So gings weiter rauf über die fantastischen Hänge, die nur noch auffirnen mussten um dann ins Schneekar „einzubiegen“. Dort in flachen Kehren rauf bis knapp unter die Treffauer Lücke. Ganz rauf sind wir dann nicht mehr, da es mit den Skiern sehr problematisch wurde (steil und pickelhart) und das Skischuhgehen ohne Steigeisen auch alles andere als lustig gewesen wäre – ein anderer Tourengeher hat es versucht und ist nach wenigen Schritten mit Zehenschmerzen vom (erfolglosen!) reinstampfen zurück gekommen.

Also halt wieder runter – es war gut 11 Uhr! Die Entscheidung fiel ein wenig schwer, weil wir noch im gesamten Kar Schatten hatten. Zu warten, bis es auffirnt, hätte aber sicher noch eine halbe wenn nicht eine ganze Stunde gedauert. So also am äußersten rechten Rand – da lugte die Sonne schon ein wenig rein und zeigte auch schon wie es sein könnte – das Kar runter bis zu den bereits erwähnten fantastischen Skihängen, die jetzt aber so was von perfekt zu befahren waren, dass uns dann doch der ein oder andere Juchitzer auskam! Die Entscheidung abzufahren war goldrichtig, offensichtlich muss man sich halt entscheiden, ob man das Schneekar mit Firn und den Rest dann patzig oder das Schneekar noch hart und den Rest dafür mit Firn haben will. Wir haben uns zufällig für die zweite Variante entschieden und das war perfekt so! Der Schnee hat tatsächlich bis zum Punkt, wo wir die Skier wieder abschnallen mussten, perfekten Firn geboten!!

Ich denke, dass dieses Tourenziel heuer noch eine ganze Weile Freude bereiten wird, man muss halt immer weiter rauf (und auch dann wieder runter) tragen, aber der Rest der Tour entschädigt auf alle Fälle, wenn man so derart das richtige Timing erwischt wie wir am Samstag!

Das Ziel ist noch weit

Wegscheid Alm

Das Kar rückt näher

Herrlicher Blick in sonnige Gefilde

Mitten im Kar

Der ist dann umgekehrt …

Herrlicher Tiefblick

Herrlicher Ausblick mit dem Hintersteiner See

Apr
4
2019

Heute ist unser letzter Tag. Wir haben keine Gipfel mehr am Programm, dennoch wollen wir ein paar schöne Schwünge in Pulver und Firn setzen. Wir entscheiden uns daher nicht direkt über das Klostertal zum Silvretta Stausee zu fahren, sondern machen einen Umweg über den Litzner Sattel in das Kromertal. Zunächst müssen wir aber auf die Rote Furka aufsteigen.

Für die knapp 100 Höhenmeter und den sehr steilen Hang sind die Harscheisen wieder unsere besten Freunde. Danach feiner Pulver bis zur Klostertaler Umwelthütte. Von dort, wie schon erwähnt Aufstieg auf den Litzner Sattel und schließlich mit allen erdenklichen Schneeverhältnissen zum Vermuntstausee. Wie bestellt warten wir nur wenige Minuten auf den Shuttlebus, der uns auf die Bieler Höhe bringt. Von dort gehts in Schusshocke und mit langen Skistöcken über die Höhenloipe bis nach Galtür. Auch hier wartet schon der Skibus, mit dem wir zurück nach Ischgl zum Auto fahren.

Fazit: Super Skitourentage in der Silvretta mit bestem Wetter, netten Leuten und kaum zu überbietenden Verhältnissen: sehr geringe Lawinengefahr und keine offenen Spalten am Gletscher. Für uns war sicher die Besteigung des Fluchthorns der Höhepunkt. Schnee ist überall noch in rauen Mengen vorhanden und das bestimmt noch für einige Wochen.

Apr
4
2019

Mit Harscheisen bewaffnet steigen wir zum Plan Rai auf und dann flacher zum Silvrettapass. Unser Gipfel, das 3244 Meter hohe Silvrettahorn ist bereits gut sichtbar. Der Aufstieg zum Sattel zwischen Egghorn und Silvrettahorn gestaltete sich aber alles andere als einfach. Der pickelharte und sehr steile Hang war trotz Harscheisen nicht einfach zu meistern. Im Nachhinein wäre der Aufstieg zu Fuß mit Steigeisen gar nicht schlechter gewesen. Der Weiterweg führte uns am Grat zunächst über Firn und schließlich über einen luftigen Felsgrat zum Gipfel. Wie an den Vortagen ist keine Wolke am Himmel und wir genießen bei Windstille die Aussicht.

Die Abfahrt erfolgte über denselben Hang wie der Aufstieg. Aber auch diese war kein Genuß, unter den Skiern rattert es ganz ordentlich. Erst bei der weiteren Abfahrt Richtung Silvrettahütte erwischen wir traumhafte Firnhänge.

Bei einem sauren Radler lassen wir den Tag auf der traumhaft gelegenen Hütte und im gemütlichen Liegestuhl ausklingen. Heute ist hier erstaunlich wenig los. Wir teilen uns die super organisiere Hütte mit gerade mal 17 weiteren Gästen. Die Silvrettahütte zählt für mich in puncto Lage und Gemütlichkeit zur besten Hütte der ganze Runde.

Apr
4
2019

Nach einem ausgiebigen Frühstück folgte geschäftiges Treiben auf der Jamtalhütte. Diese war komplett ausgebucht, also starteten gemeinsam mit uns an die 180 Tourengeher. Wir machten uns auf Richtung Süden. Schon bald wurde der Trubel weniger und unser Tagesziel die beiden Jamspitzen sichtbar. Für den Anstieg wählten wir eine direkte Variante über den steilen Hang östlich der Vorderen Jamspitze. Und weil dieser noch mit Pulver aufwarten kann, nutzten wir die Gelegenheit und zogen unsere Spuren dort hinab. Nach erneutem Aufstieg kamen wir am Plateau zwischen den beiden Jamspitzen an. Mit Pickel und Steigeisen und ohne Skier stiegen wir über eine steile Rinne auf die vordere Jamspitze. Weil noch genügen Zeit war, besuchten wir auch gegenüber das Gipfelkreuz der Hinteren Jamspitze.

Tagesziel sollte heute die auf Schweizer Seite liegende Chamonna Tuoi sein. Das Jamjoch lässt sich nur durch Abseilen über eine ca. 20 Meter hohen Felsriegel überwinden. Wir machten es uns aber einfacher und fuhren bequem mit Skiern in einer Schleife östlich um die Hintere Jamspitze herum. Das Seil konnte so im Rucksack bleiben und wir durften die vielen aufgefirnten Hänge bis zur Tuoi-Hütte genießen.

In der warmen Nachmittagssonne lassen wir den Tag auf der Terrasse im Angesicht des Piz Buin ausklingen.

Apr
3
2019

Endlich ist wieder Skihochtouren-Saison und die Bedingungen könnten kaum besser sein. Der Wettergott hat es besonders gut gemeint, als wir am Freitag in die erste Gondel im Skigebiet von Ischgl steigen. 45 Minuten später stehen wir am Piz Val Gronda und fahren von dort auf die Heidelberger Hütte ab. Der folgende Aufstieg auf das Zahnjoch, markiert den Start unserer 4-tägigen Silvretta-Durchquerung.

Tag 1: Piz Val Gronda – Südliches Fluchthorn – Jamtalhütte

Eigentlich stand das Südliche Fluchthorn gar nicht am Plan, weil wir durch die Anreise über das Skigebiet schon viel zu spät dran waren. Doch am Zahnjoch schauten wir uns aus Interesse den Anfang der sogenannten „Weilenmannrinne“ an. Schnell wird klar: Wir wollen es probieren. Es gab keine Anzeichen auf eine Durchfeuchtung der Schneedecke. Im Gegenteil, unter einer weichen und wenige Zentimeter dicken Schneeschicht war alles noch bockhart. Wir folgten also Spitzkehre um Spitzkehre einer gut angelegten Spur, bis wir schließlich 50 Höhenmeter unterhalb des Rinnenausstieges auf Steigeisen wechselten. Hier ist die Rinne deutlich über 40 Grad steil. Am Sattel angekommen umgehen wir den im Weg stehenden Felsriegel und können über besten Stampfschnee und über eine weitere sehr steile Rinne bis zum Gipfel des Südlichen Fluchthorns aufsteigen.

Der Berg ist mit seinen 3399 Metern die zweithöchste Erhebung in der Silvretta. Dementsprechend gewaltig war das Panorama, das uns erwartete.

Für Abfahrt vom Sattel wählten wir nicht die Weilenmannrinne, sondern eine nach Westen ausgerichtete, ebenfalls sehr steile Rinne. Danach ging es über fein aufgefirnte Hänge hinunter ins „Breite Wasser“ und schließlich bis zur Jamtalhütte.

Bereits der erste Tag ließ in allen Belangen keine Wünsche offen: Gutes Wetter, perfekte Verhältnisse und schließlich super Verpflegung (Gulasch!) auf der Jamtalhütte.

 

Fortsetzung folgt in Kürze…