WESTALPEN-X - Maira - Stura - Kammstrasse | Zur Radtour Westalpen - X (Tag 9) - Ins Suratal mit diesem Panorama

Tourenwelt.at - Blog


Apr
24
2019

Reintalerseenrunde zur Tour of the alps

geschrieben am 24. April 2019 von asti

Am Ostermontag erfolgte der Auftakt zur diesjährigen Tour of the alps in Kufstein. Auf einer sehr anspruchsvollen Rundtour über Mariastein – Bad Häring und Hinterthiersee waren bei traumhaftem Wetter die TOP Stars rund um Chris Froome & Vincenzo Nibali unterwegs. Auch wir mussten natürlich vor Ort hautnah mit dabei sein – denn immerhin kann man bei uns am Berg noch Skifahren und nachmittags am Hintersteinersee chillen. Also: Rauf auf das Rennrad!

Von Wörgl durch Kundl nach Rattenberg (Eis-Stopp obligatorisch) und weiter hinauf zu den Reintalerseen. Über den Angerberg erreichten wir die Wallfahrtskirche in Mariastein, wo wir genau zur rechten Zeit die Durchfahrt auf der Steigung vor dem Mariasteinerhof mitverfolgen durften. Auf den temporär gesperrten Straßen ging es nach Langkampfen und weiter nach Kufstein, wo wir auf das Finale warteten.

Wenn schon so ein Top-Event bei uns in der Region ist, dann muss man einfach hin -;)

Durchfahrt der Tour of the Alps in Mariastein

Apr
23
2019

Le Morne Brabant (Mauritius)

geschrieben am 23. April 2019 von asti

Ja, auch wir fahren gerne in den Urlaub – jedoch wäre baden alleine zu wenig – daher können wir euch heute eine Bergtour der besonderen Art vorstellen:

Mauritius, ein kleiner Inselstaat im indischen Ozean, rund 870km östlich von Madagaskar – und mit dem Flieger ab München in rund 11h / 13.000km zu erreichen. Bekannt ist die Insel wohl den meisten als Sehnsuchtsort für „Badewütige“ oder gar Flitterwochendestination. Eins vorweg – die Strände sind super, das Hotelangebot ist ebenfalls top. Aber die Insel hat noch mehr zu bieten und dazu zählt unter anderem auch eines der Wahrzeichen und typischstes Fotomotiv der Le Morne Brabant – ein 556m hoher, senkrecht aufragender Vulkanfelsen, der sich an der Süd-Westspitze direkt aus dem Meer erhebt.

Bis vor wenigen Jahren noch war das Gebiet nur schwer zugänglich, zählt es doch als UNESCO -Welterbe-Stätte wegen seiner Sklaven-Vergangenheit (Mahnmahl nahe des Strandes von Le Morne) zu den schützenswerten Gebieten der Insel. Heute ist das Gebiet zwar abgezäunt, jedoch über ein kleines Gate frei zugänglich. Hier muss man sich zwar in ein Buch ein- und nach der Tour wieder austragen, kontrolliert wird das aber nicht – bei uns hat die Rangerin in ihrer kleinen Hütte sitzend tief und fest geschlafen.

Zur Wegbeschreibung:
Vom Le Morne Strand (Ende der Fahrstraße nach dem letzten Hotel) folgten wir einem Forstweg rund 1,5km bis zum Gate. Dieses Gate mit kleinem Parkplatz wäre mit einem Leihwagen auch direkt von der B9 erreichbar. Nach dem Eintrag in das Buch folgten wir dem breit angelegten Wanderweg durch den „Urwald“. In mehreren Kehren führt dieser Weg teilweise sehr flach dann wieder stark ansteigend höher bis zur Aussichtkuppe im östlichen Bereich des Berges. Von hier aus kann man schon recht gut den Aufstieg erkennen. Stark zugewachsen schlängelt sich der kleine Pfad abenteuerlich bis hinauf zum Beginn der Felsen. Hier heißt es nun – in leichter Kletterei – unter Zuhilfenahme der Hände (nur bei Trockenheit zu empfehlen) steil nach oben. Begleitet von beeindruckenden Tiefblicken erreichten wir nach gut 1,5h den vorgelagerten Gipfel, der mit einem Kreuz gekennzeichnet ist. Der Hauptgipfel wird nicht bestiegen (Weiterweg auch im Grunde nicht möglich).

Die Aussicht ist perfekt, das vorgelagerte Riff bringt den Strand richtig zum Leuchten und die steilen Felswände sind ein Paradies für und fremde Vogelarten.

Fazit: 30 Grad, hohe Luftfeuchtigkeit, ein toller Gipfel und ein abenteuerlicher Weg – so schön kann Urlaub sein.

Apr
13
2019

Hohe Salve von Hochsöll

geschrieben am 13. April 2019 von Hutz

Dachte mir heute Nachmittag, dass ich meine neuen Tourenschuhe doch noch mal eingehen sollte, bevor dann doch bald die Abschlusstour(en) anstehen, die erfahrungsgemäß ja auch mal mehr Hm bieten. Also wohin so kurzfristig, ohne weit fahren zu müssen? Die Wahl fiel auf Hochsöll, um auf die Hohe Salve zu gehen.

Und was soll ich sagen – Ideal! Natürlich war das Wetter nicht berauschend, aber es ist noch reichlich Schnee da oben und zwischen den Spuren der Pistengeräte, die ja die Oberfläche doch schon hi und da tüchtig aufgerissen haben, gibt es immer noch einige wunderbar glatte Abschnitte, die heute sogar noch bei einer Abfahrtszeit von ca. 16:30 herrliches Firnfeeling aufkommen ließen!

Hier noch ein paar Impressionen:

Nicht die beste Sicht, aber man weiß ja, wo es hin geht!

Schaut ruppig aus, aber links und rechts gibt es genügend glatte Flächen!

Blick runter nach Hochsöll

Das ist mal ein Gipfelhang … wie Butter!

… und keine Brise!!!

Und die Schuhe sind auch tippi-toppi!!!

Apr
7
2019

Skitour Schneekar, 2.126m

geschrieben am 7. April 2019 von Hutz

Nachdem ich schon seit vielen Jahren den Wunsch in mir trage, einmal dieses herrliche Schneekar zu besuchen, zu dem ich immer raufschauen muss, wenn ich in Kirchbichl unterwegs bin, war es am Samstag endlich soweit! Da wir nicht auch den Zeitumstellungsfehler (danke Asti!!!) machen wollten, sind wir nicht allzu früh – nämlich erst um ca. 8 Uhr vom bereits gut gefüllten Parkplatz unterhalb des Jägerwirtes losgegangen.

Der erste Abschnitt des Weges war schon aper, so mussten wir die Skier halt ein paar hundert Meter tragen. Dabei waren auch ein paar umgestürzte Bäume zu überwinden – Wind und Schneelast haben auch hier deutlich ihre Spuren hinterlassen!

Dann ging es aber gut und auf Schnee weiter, bedingt durch die kalte Nacht auf sehr hartem Schnee. Vorbei an der Wegscheid Alm (noch tüchtig mit Schnee bedeckt!) zeigte sich wenig später der Vorteil darin, die Harscheisen eingepackt zu haben. So gings weiter rauf über die fantastischen Hänge, die nur noch auffirnen mussten um dann ins Schneekar „einzubiegen“. Dort in flachen Kehren rauf bis knapp unter die Treffauer Lücke. Ganz rauf sind wir dann nicht mehr, da es mit den Skiern sehr problematisch wurde (steil und pickelhart) und das Skischuhgehen ohne Steigeisen auch alles andere als lustig gewesen wäre – ein anderer Tourengeher hat es versucht und ist nach wenigen Schritten mit Zehenschmerzen vom (erfolglosen!) reinstampfen zurück gekommen.

Also halt wieder runter – es war gut 11 Uhr! Die Entscheidung fiel ein wenig schwer, weil wir noch im gesamten Kar Schatten hatten. Zu warten, bis es auffirnt, hätte aber sicher noch eine halbe wenn nicht eine ganze Stunde gedauert. So also am äußersten rechten Rand – da lugte die Sonne schon ein wenig rein und zeigte auch schon wie es sein könnte – das Kar runter bis zu den bereits erwähnten fantastischen Skihängen, die jetzt aber so was von perfekt zu befahren waren, dass uns dann doch der ein oder andere Juchitzer auskam! Die Entscheidung abzufahren war goldrichtig, offensichtlich muss man sich halt entscheiden, ob man das Schneekar mit Firn und den Rest dann patzig oder das Schneekar noch hart und den Rest dafür mit Firn haben will. Wir haben uns zufällig für die zweite Variante entschieden und das war perfekt so! Der Schnee hat tatsächlich bis zum Punkt, wo wir die Skier wieder abschnallen mussten, perfekten Firn geboten!!

Ich denke, dass dieses Tourenziel heuer noch eine ganze Weile Freude bereiten wird, man muss halt immer weiter rauf (und auch dann wieder runter) tragen, aber der Rest der Tour entschädigt auf alle Fälle, wenn man so derart das richtige Timing erwischt wie wir am Samstag!

Das Ziel ist noch weit

Wegscheid Alm

Das Kar rückt näher

Herrlicher Blick in sonnige Gefilde

Mitten im Kar

Der ist dann umgekehrt …

Herrlicher Tiefblick

Herrlicher Ausblick mit dem Hintersteiner See

Apr
4
2019

Heute ist unser letzter Tag. Wir haben keine Gipfel mehr am Programm, dennoch wollen wir ein paar schöne Schwünge in Pulver und Firn setzen. Wir entscheiden uns daher nicht direkt über das Klostertal zum Silvretta Stausee zu fahren, sondern machen einen Umweg über den Litzner Sattel in das Kromertal. Zunächst müssen wir aber auf die Rote Furka aufsteigen.

Für die knapp 100 Höhenmeter und den sehr steilen Hang sind die Harscheisen wieder unsere besten Freunde. Danach feiner Pulver bis zur Klostertaler Umwelthütte. Von dort, wie schon erwähnt Aufstieg auf den Litzner Sattel und schließlich mit allen erdenklichen Schneeverhältnissen zum Vermuntstausee. Wie bestellt warten wir nur wenige Minuten auf den Shuttlebus, der uns auf die Bieler Höhe bringt. Von dort gehts in Schusshocke und mit langen Skistöcken über die Höhenloipe bis nach Galtür. Auch hier wartet schon der Skibus, mit dem wir zurück nach Ischgl zum Auto fahren.

Fazit: Super Skitourentage in der Silvretta mit bestem Wetter, netten Leuten und kaum zu überbietenden Verhältnissen: sehr geringe Lawinengefahr und keine offenen Spalten am Gletscher. Für uns war sicher die Besteigung des Fluchthorns der Höhepunkt. Schnee ist überall noch in rauen Mengen vorhanden und das bestimmt noch für einige Wochen.

Apr
4
2019

Mit Harscheisen bewaffnet steigen wir zum Plan Rai auf und dann flacher zum Silvrettapass. Unser Gipfel, das 3244 Meter hohe Silvrettahorn ist bereits gut sichtbar. Der Aufstieg zum Sattel zwischen Egghorn und Silvrettahorn gestaltete sich aber alles andere als einfach. Der pickelharte und sehr steile Hang war trotz Harscheisen nicht einfach zu meistern. Im Nachhinein wäre der Aufstieg zu Fuß mit Steigeisen gar nicht schlechter gewesen. Der Weiterweg führte uns am Grat zunächst über Firn und schließlich über einen luftigen Felsgrat zum Gipfel. Wie an den Vortagen ist keine Wolke am Himmel und wir genießen bei Windstille die Aussicht.

Die Abfahrt erfolgte über denselben Hang wie der Aufstieg. Aber auch diese war kein Genuß, unter den Skiern rattert es ganz ordentlich. Erst bei der weiteren Abfahrt Richtung Silvrettahütte erwischen wir traumhafte Firnhänge.

Bei einem sauren Radler lassen wir den Tag auf der traumhaft gelegenen Hütte und im gemütlichen Liegestuhl ausklingen. Heute ist hier erstaunlich wenig los. Wir teilen uns die super organisiere Hütte mit gerade mal 17 weiteren Gästen. Die Silvrettahütte zählt für mich in puncto Lage und Gemütlichkeit zur besten Hütte der ganze Runde.

Apr
4
2019

Nach einem ausgiebigen Frühstück folgte geschäftiges Treiben auf der Jamtalhütte. Diese war komplett ausgebucht, also starteten gemeinsam mit uns an die 180 Tourengeher. Wir machten uns auf Richtung Süden. Schon bald wurde der Trubel weniger und unser Tagesziel die beiden Jamspitzen sichtbar. Für den Anstieg wählten wir eine direkte Variante über den steilen Hang östlich der Vorderen Jamspitze. Und weil dieser noch mit Pulver aufwarten kann, nutzten wir die Gelegenheit und zogen unsere Spuren dort hinab. Nach erneutem Aufstieg kamen wir am Plateau zwischen den beiden Jamspitzen an. Mit Pickel und Steigeisen und ohne Skier stiegen wir über eine steile Rinne auf die vordere Jamspitze. Weil noch genügen Zeit war, besuchten wir auch gegenüber das Gipfelkreuz der Hinteren Jamspitze.

Tagesziel sollte heute die auf Schweizer Seite liegende Chamonna Tuoi sein. Das Jamjoch lässt sich nur durch Abseilen über eine ca. 20 Meter hohen Felsriegel überwinden. Wir machten es uns aber einfacher und fuhren bequem mit Skiern in einer Schleife östlich um die Hintere Jamspitze herum. Das Seil konnte so im Rucksack bleiben und wir durften die vielen aufgefirnten Hänge bis zur Tuoi-Hütte genießen.

In der warmen Nachmittagssonne lassen wir den Tag auf der Terrasse im Angesicht des Piz Buin ausklingen.

Apr
3
2019

Endlich ist wieder Skihochtouren-Saison und die Bedingungen könnten kaum besser sein. Der Wettergott hat es besonders gut gemeint, als wir am Freitag in die erste Gondel im Skigebiet von Ischgl steigen. 45 Minuten später stehen wir am Piz Val Gronda und fahren von dort auf die Heidelberger Hütte ab. Der folgende Aufstieg auf das Zahnjoch, markiert den Start unserer 4-tägigen Silvretta-Durchquerung.

Tag 1: Piz Val Gronda – Südliches Fluchthorn – Jamtalhütte

Eigentlich stand das Südliche Fluchthorn gar nicht am Plan, weil wir durch die Anreise über das Skigebiet schon viel zu spät dran waren. Doch am Zahnjoch schauten wir uns aus Interesse den Anfang der sogenannten „Weilenmannrinne“ an. Schnell wird klar: Wir wollen es probieren. Es gab keine Anzeichen auf eine Durchfeuchtung der Schneedecke. Im Gegenteil, unter einer weichen und wenige Zentimeter dicken Schneeschicht war alles noch bockhart. Wir folgten also Spitzkehre um Spitzkehre einer gut angelegten Spur, bis wir schließlich 50 Höhenmeter unterhalb des Rinnenausstieges auf Steigeisen wechselten. Hier ist die Rinne deutlich über 40 Grad steil. Am Sattel angekommen umgehen wir den im Weg stehenden Felsriegel und können über besten Stampfschnee und über eine weitere sehr steile Rinne bis zum Gipfel des Südlichen Fluchthorns aufsteigen.

Der Berg ist mit seinen 3399 Metern die zweithöchste Erhebung in der Silvretta. Dementsprechend gewaltig war das Panorama, das uns erwartete.

Für Abfahrt vom Sattel wählten wir nicht die Weilenmannrinne, sondern eine nach Westen ausgerichtete, ebenfalls sehr steile Rinne. Danach ging es über fein aufgefirnte Hänge hinunter ins „Breite Wasser“ und schließlich bis zur Jamtalhütte.

Bereits der erste Tag ließ in allen Belangen keine Wünsche offen: Gutes Wetter, perfekte Verhältnisse und schließlich super Verpflegung (Gulasch!) auf der Jamtalhütte.

 

Fortsetzung folgt in Kürze…

Apr
2
2019

Skitour Wiesberg / Sonneck (Wilder Kaiser)

geschrieben am 2. April 2019 von asti

Sonntag früh – Zeitumstellung:
1h nach vor – na gut, aber was heißt das für uns Tourengeher….. mal schnell überlegen:  Wenn es am Samstag um 9 Uhr aufgefirnt hat, dann wird´s wohl am Sonntag mit der Sommerzeit erst um 10 Uhr auffirnen.

Irgendwie so haben wir uns das auch zusammengereimt – aber dennoch sind wir um 6 Uhr (neuer Zeit) los, um vom Jägerwirt in Scheffau auf den Wiesberg zu steigen. Nun, war ja klar, dass wir viel zu früh oben waren, auch dass die meisten Bergsteiger erst im Tal losgingen, als wir schon oben waren – Die Zeitumstellung hat also doch so seine Tücken.

Dafür aber nutzten wir die Zeit, um mit Steigeisen noch von der Kopfkraxn hinüber zum Sonneck, 2.260m zu steigen. Da der Verbindungsgrat ziemlich stark überwechtet ist – im Süden pickelhart und im Norden pulvrig – war es schon eine kleine Herausforderung, zumal auch das Stahlseil am Abstieg von der Kopfkraxn nur teilweise auffindbar war. Dennoch war es ein lohnender Ausflug, speziell die Gipfelrast so ganz alleine entschädigte und für den frühen Aufbruch.

Nach der Rückkehr zur Kopfgkraxn am selben Weg warteten bereits 20 Tourengeher auf´s Auffirnen – und es hat sich gelohnt! Abfahrt 1A – echte Sonderklasse! Selten bin ich so perfekt im besten Firn über diesen 45° Hang abgefahren.

Am Wochenende war die Abfahrt noch bis zum Jägerwirt möglich, es apert aber recht flott. Die Tour selber sollte sicher noch 14 Tage perfekt gehen. Infos zur Tour findet ihr hier…

Mrz
31
2019

Rennradtour Kufstein – Mariastein – Wörgl

geschrieben am 31. März 2019 von asti

Meine erste Ausfahrt mit dem Rennrad bei gefühlten 20°C ist schon etwas ganz besonderes: Am Vormittag noch auf den Skiern zu stehen und am Nachmittag mit dem Rennrad auf den bereits teilweise gekehrten Straßen dahinzurollen ist schon ein tolles Feeling, dass es wohl so in dieser Kombination nicht oft geben wird.

Dennoch, meine erste Runde war zwar nicht allzu lang, aber mir reicht´s allemal: Von Söll ging es quasi eine etwas größere Runde um den Pölven – also über den Eiberg nach Kufstein, durch Langkampfen nach Mariastein zur Wallfahrtskirche und hinauf auf das Hochplateau am Angerberg. Auf der schnellen Abfahrt nach Angath spürte ich – gleich wie am Eiberg – noch die kühle Luft, dann aber wurde mir in Richtung Bruckhäusl bei kräftigem Gegenwind und zuletzt vorbei an der Salvista Gondelbahn auf der B178 hinauf nach Söll wieder richtig warm.

Nix wie rauf auf´s Bike – aber die Tourenski noch nicht verräumen!

Mrz
23
2019

Torhelm, 2.494m und Schwarzer Bär (Kelchsau)

geschrieben am 23. März 2019 von asti

Immer wenn’s im Frühjahr richtig warm wird und der letzte Niederschlag schon eine Zeit lang her ist, stellt sich die Frage ob es ihn noch gibt – den feinen Pulver. Gut, bei 20 Grad im Inntal ist das für viele Radfahrer schon schwer vorstellbar, aber ja, irgendwo gibt es ihn fast immer.

So auch heute im langen Grund der Kelchsau, von wo aus wir um ca. halb 8 Uhr in der Früh von der Erla Brennhütte zum „Talhatscher“ ansetzten. Nach ca. 1h15min waren wir im Talschluss angekommen und passierten nach der Tiefentalalm auch die Oberkaralm. Jetzt erstmals im richtig freien Gelände ging es auf der Sonnenseite höher, immer begleitet vom perfekten Firn auf den Osthängen – und gleichzeitig einem lachenden Blick zu den Nordhängen – wo sich augenscheinlich noch der perfekte Pulver konserviert hält, und das auf den weiten Hängen noch unversperrt.

Auf der immer feuchter werdenden Spur ging’s vorbei an der Öfeleralm – oder zumindest dem, was mach noch davon erahnen kann. Bei der derzeit vorherrschenden Schneemenge könnte man schon fast an einen endlosen Winter denken….

Nun, zuerst feucht, dann trocken: Heißt? Richtig, Fell fuxt. Nach der Öfeleralm wechselt die Spur auf die Nordseite – und wir queren erste, feine Pulverhänge (jaja, das Fell stellt auf..) – zum Glück gehts aber noch einmal raus aus diesem „pulvrigen Zeug“ und hinauf zum Kamm. Zuletzt direkt zum Gipfel – und sobald man das Kreuz sieht, ist die Freude über die Gipfeljause ohnehin größer als der Gedanke an ein stollendes Fell.

Torhelm, 2.494m – ein Traumziel heute, eh klar, waren wir nicht alleine, aber mit kurzem T-Shirt hier heroben zu liegen hat schon auch was.

Wir fuhren dann entlang des Kammes in östlicher Richtung ab und stiegen noch einmal zum „schwarzen Bären“ – einer Erhebung zwischen dem Torhelm und dem Kastenwendenkopf – auf. Von diesem sind wir dann direkt durch eine steile Rinne in die riesigen Hänge eingefahren – und: ja wir haben ihn gefunden!

Fazit: TOP Tag, Top Tour, Tour Powder.

18km / 1.350Hm / 4h

Mrz
19
2019

Äußerer Nockenkopf, 2.770m vom Weiler Rojen (Reschen)

geschrieben am 19. März 2019 von asti

Der Weiler Rojen hoch über dem Reschensee ist ein traumhafter Talschluss mit tollen Skitourenmöglichkeiten bei gleichzeitig sehr hohem und schneesicherem Ausgangspunkt. Nachdem es am letzten Wochenende dort noch einmal richtig viel geschneit hat (50cm feiner Pulver) mussten wir auf unserm Rückweg von Sulden einfach einen kurzen Abstecher machen. Für die Anfahrt einfach vom Ort Reschen, vorbei an der Talstation des Skigebietes Schöneben gut beschildert in das Rojental fahren. Ein par Parkmöglichkeiten gibt es an der Talstation der Sesselbahn Zwölferkopf oder eben am kleinen Gasthaus in Rojen, etwas über dem Talboden auf der Sonnenseite.

Vom kleinen Weiler Rojen stiegen wir über die perfekten Skihänge – vorbei an einem kleinen Schuppen nach dem ersten Aufschwung – und einem weiteren breiten Hang auf ein großes Hochplateau, von wo aus schon sehr gut das Tourenziel zu sehen war. Immer in nord-westlicher Richtung bis unter den Gipfelhang und diesen in mehreren Kehren (teilweise steiler Hang!) bis zum Wintergipfel aufsteigen. Vom Wintergipfel mit kleinem Doppelkreuz über den (meist überwechteten) Bergrücken zum Hauptgipfel, der kein Gipfelkreuz trägt sondern mit einer Stange markiert ist.

Die Abfahrt bei sicheren Verhältnissen direkt vom Gipfel zum Hochplateau und retour ins Tal – immer im freien Gelände.

Fazit: TOP Talschluss mit sehr guten Tourenmöglichkeiten, empfehlenswerte Einkehr im urigen Gasthof mit schöner Sonnenterrasse und leckeren Käseknödel…

4km / 855Hm / Exposition SO

 

Mrz
17
2019

Suldenspitze (3.376m) und Monte Cevedale (3.769m)

geschrieben am 17. März 2019 von asti

Mit 3.769m ist der Cevedale der dritthöchste Berg in den Ortler-Alpen und gleichzeitig ein sehr begehrtes Ziel – sowohl von Sulden als auch aus dem Martelltal – und dann hat er auch noch einen klingenden Namen den sich jeder leicht merken kann…. in Summe also mehrere Gründe, warum hier viele Tourengeher unterwegs sind.

Am Samstag nutzten wir das Schönwetterfenster, um am frühen Morgen von Sulden mit der Bergbahn hinauf zur Schaubachhütte zu fahren. Über den Suldenferner und 2 Steilstufen stiegen wir bei stetig zunehmendem Wind hinauf zur Janinger Scharte auf 3.323m, wo uns das erste Mal der SW-Wind stark um die Ohren pfiff. Über einen kurzen Kamm geht es von der Scharte noch wenige Höhenmeter aufwärts zur Suldenspitze – für mich einer der schönsten Aussichtspunkte hier in der Region.

Von der Suldenspitze sind wir ca. 100 Höhenmeter abgefahren und zur Casati-Hütte gegangen, welche ziemlich verlassen und einsam weniger Meter über dem Gletscher thront. Nach einer sehr windigen Rast an der Hütte ging’s diesmal dick angezogen und mit Skibrillen bewaffnet über den Gletscher, der sich ziemlich weit und flach bis hin zu den beiden Gipfel der Zufallspitze (links) und dem Cevedale (rechts) zieht. Zuletzt stellt sich das Gelände ziemlich steil auf, man überwindet eine Randspalte und zieht direkt aufwärts zum Gipfelkamm. In südwestlicher Richtung am Firngrat bis hin zum Gipfel des Monte Cevedale.

Wir konnten bis kurz unter die Einsattelung am Gipfelkamm mit Ski aufsteigen, bis zum Gipfel wäre es auch möglich gewesen, aber der kräftige Sturm hat diesmal dazu beigetragen, dass wir mit Pickel bewaffnet  gegen den Abflug ankämpfen mussten. Auch die Abfahrt retour zur Casati war dementsprechend mühsam, da die Windgangeln kniehoch und stark vereist waren. Erst nach dem neuerlichen Gegenanstieg ein zweites Mal auf die Suldenspitze konnten wir über den Suldenferner recht gut abfahren – und das bis ins Tal nach Sulden.

Fazit: Top Tour vor Traumkulisse. Aufgrund des Wetters bis zur Suldenspitze viel los, danach waren wir fast alleine und mussten alles spuren.

Mrz
9
2019

Feldalphorn – Kelchsau

geschrieben am 9. März 2019 von asti

Am Donnerstag bin ich frühmorgens von der Talstation der Bergbahn Kelchsau über die Talabfahrt hinauf zur Höhenbrand Alm. Eine so tolle Piste, wenig los und bestens präpariert.

Weiter zur Trockenbachalm, wo noch mehr als genug Schnee liegt. Durch den lichten Wald hinauf zum Kamm war der Schnee schon sehr weich, aber noch nicht grundlos tief.

Die letzten Metern hinauf zum Feldalphorn bin ich mit ein par engen Kehren in recht direkter Linie aufgestiegen, und nur wenige Augenblicke vor dem nahenden Sturm angekommen. Bei leicht einsetzendem Schneefall und ziemlich kräftigen Wind war die Gupfelrast kurz.

Auf der Abfahrt bis etwa 1.800m Seehöhe sehr gut (wenig Neuschnee) aber darunter zur Alm retour extrem pickig, kaum zu fahren. Auf der Piste dann 1A!

Mrz
3
2019

MTB Tour zum Stallhäusl

geschrieben am 3. März 2019 von asti

Im Schatten Pulverschnee und in der Sonne warm, genau das ist‘s was mir im März so taugt! Auch wenn es sich ein wenig exotisch anfühlt mit dem Bike an den Skifahrern vorbei zu fahren so hat es dennoch seinen Reiz – denn bei gefühlten 15 Grad auf der „Sunnseit“ war mein Trikot sehr schnell nassgeschwitzt.

Die Tour von Söll hinauf zum Stallhäusl (noch bis 20.3. zu) ist mit 380hm und 6,5 km vom Dorf weg nicht gerade lang, für‘s erste Mal reicht es aber (man kann ja Vormittag noch a Skitour gehen?).

Für mich die beste Zeit!