WESTALPEN-X - Auffahrt Col de Valle Etroite | Zur Radtour Westalpen - X (Tag 6) - zum Chaberton mit diesem Panorama


Mrz
30
2016

Großvenediger Nord

geschrieben am 30. März 2016 von Tom Krimbacher

Sind am Ostersonntag wie fast schon jedes Jahr um diese Zeit Richtung Pinzgau aufgebrochen um den Großvenediger- Nordanstieg zu meistern. In erstes Linie für uns ein ideales Training für das anstehende Kitzsteinhorn Extreme Rennen, da es kaum eine andere Skitour in unsere Region gibt welche so viele Höhenmeter und Kilometer aufweisen kann, andererseits ist das Panorama am Venediger einfach ein Traum.

Aufgrund der Zeitumstellung noch sehr müde sind wir um punkt 6:45 vom Hopffeldboden in Neukirchen losgestartet. Zu unsere Verwunderung noch keine aperen Stellen, so kamen wir entlang des Forstweges zügig voran und mussten unsere Skier nicht einmal abschnallen. Vorbei an der Berndlalm waren wir ca. nach einer Stunde an der Postalm vorbei und sind gleich weiter vorbei an der Bergwachthütte, den ersten steileren Aufschwung hinauf zur Materialseilbahn und weiter bis zum Gletschersee an der ehemaligen türkischen Zeltstadt, wo wir unsere erste Pause in der gerade frisch aufgegangenen Sonne genossen.

Der Große Geiger war nach der Postalm schon erstmals zu sehen
Geiger 1

Sind dann über den mit Stangen markierten Weg zur Kürsingerhütte gegangen wo uns dann schon die ersten 3 Tourengeher entgegenkamen, die mir erzählten das sie auf den Gipfel verzichten da Ihnen zu viel los ist. Wem wunderts auch, bei diesem Traumwetter und warmen Temperaturen, hinzu kommt das vermutlich die Kürsinger-, die Prager- sowie von Osttirol die Johannishütte und das Defreggerhaus bis auf dem letzten Platz voll waren. Sind dann an der Weggabelung zur Kürsingerhütte rechts auf Obersulbachkees abgefahren, wo wir nach 2,5h Gehzeit eine weitere Pause machten und uns anseilten.

Nochmals der Große Geiger
Geiger 2

Zeitlich waren wir natürlich perfekt dran, wir wussten das wir laut Wetterbericht ein Fenster bis mind. Mittag haben wenn die Prognosen passen und bezüglich des Föhnes hatten wir auch massig Kleidung dabei, weil wir mit dem schlimmsten rechneten.
Jedoch war es zur Zeit so das der Himmel nur ganz leicht düsig war, komplett windstill sowie sehr warm.

Über die weiten Gletscherflächen sind wir dann hoch und haben die Venedigerscharte angesteuert, immer wieder konnten wir sehr viele Tourengeher sowie Schneeschuhgeher oberhalb der Scharte pausieren sehen. Auch auf dem Weg zur Scharte haben wir unzählige davon überholt, um nicht in der Scharte in einen Stau verwickelt zu sein. Die Venedigerscharte selbst war total hart, eine große Spalte war noch offen, jedoch wurde Sie mit Leitern gut ausgestattet und war somit gut passierbar. Waren eigentlich eine der wenigen der vielen hundert Leute die angeseilt aufn Weg waren, was ich nicht ganz verstehen kann da den Gletschern heuer wirklich einiges an Schnee abgeht.

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Oben an der Scharte angekommen sahen wir bestimmt schon 100 Bergsteiger am Gipfel des Venedigers, deshalb haben wir uns für den Gipfelgrat viel Zeit gelassen und sind noch gemütlich rüber. Nach 5 Stunden und ca. 30 Minuten waren wir kurz nach Mittag am Gipfel angekommen, die letzten Meter rüber heuer einfach zu gehen und ein Großteil der Menschen war auch schon wieder Richtung Abfahrt unterwegs.

Zu unserer Verwunderung windstill sowie fast ungetrübter Sonnenschein, so fein das es mit dem Rennanzug nicht zu kalt war am Gipfel. Perfekter kann man es nicht erwischen.

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Nach einer langen Gipfelrast machten wir uns auf den Rückweg. Bis unterhalb der Scharte war alles pickelhart, dann fanden wir feinen Pulver bis zum Gletschersee vor und ab der Materialseilbahn wars dann raus nur noch zum schieben und schieben und skaten im Sumpf.

Alles in allem eine gewaltige Tour, Verhältnisse Top, Wetter ein Traum, nur muss man es sich wirklich gut überlegen die 43km und 2850 hm in einem Tag abzuspulen.
Dieses Wochenende würd es unten rein vom Hopffeldboden vielleicht noch recht gut gehen, ohne tausend mal die Skier abschnallen zu müssen. Andere Skibergsteiger haben uns gesagt das die Route Johannis Hütte – Defreggerhaus unten rein schon recht schwierig sein soll, da einige riesige Lawinenkegel zu überwinden sind.

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