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Mrz
16
2018

Koppangsbreen – Namloses Joch

geschrieben am 16. März 2018 von Frosti

Auf ein neues. Nachdem die Verhältnisse auf der Ostseite gestern ganz gut waren, wollten wir heute wieder in die Gegend. Unser Ziel für heute der „Store Koppangstinden“. Also mit dem Auto nach Koppangen und von dort Tal einwärts mit den Ski durch lichten Wald und dem was der Koppangsbreen vor vielen Jahren vom Tal über gelassen hatte.
Bei einer ersten Steilstufe kamen wir nicht nur aufgrund der Sonne kurzfristig ins Schwitzen, sondern auch wegen der etwas steilen und eisigen Aufstiegsspur. Oberhalb dieser Stufe „durften“ wir dann über bereits steif gefrorene Lawinenrückstände auf die andere „Talseite“ und in den Schatten wechseln, um später einer Gruppe wieder auf die andere Seite zu folgen. Auf einem kleinen Plateau am Ende des Hanges fellten diese dann ab und erklärten uns, dass ihnen die eigentliche Aufstiegsspur wie uns auch, zu eisig war und sie deshalb hier herauf schwenkten und jetzt kehrt machen.
Von dem Plateau führte uns dann eine kleine Rinne mit den Ski am Rücken empor hinauf zum unteren Gletschersee, dem Koppangsvatnet.
Entlang dessen Ufers ging es dann bei eisigen Temperaturen und dazu passendem Wind wieder auf die eigentliche Aufstiegsspur und weitere 200 Höhenmeter hinauf zum Gletscher.
Der kleine, aber gut erkennbare Eisbruch in den oberen Gletschersee veranlasste uns dann dazu, die Rucksäcke von der Gletscherausrüstung zu befreien und unsere Hüften zu dekorieren, bevor wir den Weiterweg antraten. Leider aber nicht zu unserem eigentlichen Ziel (zu wenig Schnee) sondern geradewegs über den langen Koppangsbreen zu einem verführerisch aussehenden Hang südlich des Tafeltinden.
Auf dem Joch oberhalb des Hanges angekommen wurde abgefellt und gleich abgefahren, um der arktischen Kälte so schnell wie möglich zu entfliehen.
Die Entscheidung zur Zieländerung stellte sich dann bei der Abfahrt über den ca. 300 Höhenmeter mit herrlichen Pulver versehenen Hang als Goldrichtig heraus und so kamen wir noch bis zum Gletscher auf unsere Kosten.
Die Abfahrt vom Koppangsbreen zurück ins Tal zeigte dann, dass die Aufstiegsvariante von uns auch kein Fehler war. Gut dass wir beide frische, scharfe Kanten auf unseren Skiern haben!

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