Gipfelrast auf der Flatschspitze | Zur Skitour Flatschspitze mit diesem Panorama


Apr
7
2011

Südtirol – Fanes Hütte (Pragser Dolomiten) Tag 2

geschrieben am 7. April 2011 von kempfi

Frühstück ist um kurz nach 7, Aufbruch um 0830 Richtung Pareispitze. Wir wollen über die Pareispitze weiter nach Osten, danach Haken nach NW und über die Cimei-Rinne zum Ref. Sennes. Bis Pareispitze geht es sehr gemütlich, dort zeichnen sich dann allerdings Schwierigkeiten ab. Direkt hinter dem Gipfel ist der Weg über den Grat unmöglich, weshalb wir ins Becken hinunter fahren, wo wir den Schnee begutachten. Das Gelände ist dort extrem steil und wir sehen viele Alt-Lawinenfelder. Da der Schnee mittlerweile auch etwas durchfeuchtet ist und ständig rutscht beschließen wir umzudrehen. Also retour zur Fanes – die Abfahrtsbedingungen sind gut und im Rifugio angekommen ruft das Sonnendeck erneut nach uns.

Wir beschließen, noch eine Nachmittagstour zu starten und brechen nach Norden zum Ref. Lavarella auf und gehen von dort weiter Richtung Neunerspitze. Reini&Babsi trennen sich nach kurzer Zeit von uns uns streben einen niedrigeren Zwischengipfel an. Andreas & ich spuren weiter nach NNO über flaches Terrain, in dem wir leider ständig bis zur Hüfte einbrechen. Nachdem wir uns von unserer Idee allerdings nicht abbringen lassen möchten marschieren wir weiter durch Steinhänge bergauf bis ca 150m unterhalb des Gipfeles, wo wir definitiv nicht mehr weiterkommen (irgendwo versteckt sich hier ein Klettersteig zum Gipfel, den wir heute aber auslassen, denn die 2000hm reichen uns für den Tag).

Nach einer kurzen Pause geht es zurück zur Faneshütte, wobei der Schnee wie zu erwarten unangenehm zu fahren ist. Im dritten Viertel unten quer wir wild durch Steinhänge, was aber total spannend ist. Obwohl dort wenig Schnee ist schaffen wir es irgendwie kein einziges Cut in die Ski zu machen 🙂

Bei der Hütte erwartet uns ein fulminantes HP Dinner (Lasagne, Stelze mit Püree, Mousse), allerdings gibt es nicht genug Schlafplätze, weshalb Andreas&ich die Nacht auf Matratzen in der geräumigen Gaststube verbringen. Nachdem um halb 12 schlußendlich auch die Bergrettung Garmisch in die Horizontale rauscht verfallen wir in einen überraschend guten und tiefen Schlaf. Ich kann das Notlager also nur wärmstes empfehlen – v.a. da es keine anderen Schnarcher gibt und die Füsse an keinem Bettende anstehen können 😉

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