Polar V800 Testbericht

Polar V800 im Test

Kategorie: Test/Review | eingetragen am 13. April 2015 von Christof Simon

Die Polar V800 ist der ambitionierter Versuch des finnischen Unternehmens im Segment der GPS-Pulsuhren Fuß zu fassen. In diesem Bereich hinkte Polar bisher den Konkurrenten Garmin und Suunto hinterher. Mit der Polar V800 soll sich dieser Umstand ändern. Wir haben uns die GPS-Pulsuhr über drei Monate lang bei verschiedenen Ausdaueraktivitäten (Laufen, Trekking, Skitouren,...) genau angeschaut, getestet und sie mit der Ambit3 Peak von Suunto verglichen.

Update vom 16.04.2015 -> hier klicken

Hinweis: Wir haben von der Firma Polar ein Testexemplar der V800 Pulsuhr für die Dauer unseres Testes zur Verfügung gestellt bekommen. Nach dessen Abschluss haben wir das Gerät wieder an Polar retourniert.

Die Verpackung der Polar V800

Die Verpackung der Polar V800.

Verpackung, Lieferumfang und Design

Die Polar V800 kommt in einer aufwendig gestalteten Kartonbox daher und beinhaltet die Uhr, den Brustgurt, den Herzfrequenzsender, das USB-Kabel und eine Kurzanleitung. Das Armband meines Testgerätes hat die Farbe blau, was - zusammen mit den roten Streifen - einen sehr sportlichen Eindruck vermittelt. Die Uhr gibt es allerdings auch in Schwarz, was vielleicht noch einen Tick alltagstauglicher wäre, aber das ist Geschmacksache. Ansonsten ist das Produktdesign der Polar V800 Pulsuhr sehr gut gelungen. Die Uhr macht - wieder im Vergleich zu einer Ambit3 oder einer Fenix3 - einen sportlicheren, weniger wuchtigen Eindruck. Sie ist nicht nur flacher, sondern auch etwas leichter. Das dicke Gummiarmband ist dennoch sehr robust. Das Gehäuse der V800 ist aus Metall.

Unser Testmodell der Polar V800 kommt mit dem sportlich blauem Armband

Unser Testmodell der Polar V800 Pulsuhr kommt mit dem sportlich blauem Armband.

Das elastische Brustgurtband liegt angenehm auf der Haut. Der Gurt wird über einen Haken geschlossen, was sehr schnell und zuverlässig funktioniert. Der Sensor selbst ist vergleichsweise groß, was im Training aber kaum stört.

Im Lieferumfang der Polar V800 enthalten sind das USB-Kabel, der Brustgurt, der Herzfrequenzsender und die Schnellstartanleitung in mehreren Sprachen

Im Lieferumfang der Polar V800 enthalten sind das USB-Kabel, der Brustgurt, der Herzfrequenzsender und die Schnellstartanleitung in mehreren Sprachen.

Training mit der Polar V800

Das Starten einer Trainingseinheit mit der V800 ist denkbar einfach. Man drückt auf der rechten Seite den mittleren roten "Start"-Knopf und wählt über die obere und untere Taste die gewünschte Sportart. Schon bei dieser Auswahl versucht die Uhr parallel einen GPS-Fix zu bekommen. Hier habe ich auch den einzig wirklichen Kritikpunkt. Der GPS-Fix dauert im Vergleich zu anderen Geräten (z.B Suunto Ambit3 Peak) deutlich länger. Während die Suunto oft schon nach 5 Sekunden bereit ist nimmt sich die V800 20-30 Sekunden Zeit. Das mag nicht viel klingen, aber wenn man einen schnellen GPS-Fix gewöhnt ist, nervt das lange Warten etwas. Mit einem weiteren Klick auf den mittleren roten Knopf startet die Stoppuhr und somit das Training. Das Display der Polar V800 Pulsuhr ist relativ klein, aber sehr gut ablesbar, besonders in prallem Sonnenschein. Hier hat das Display der Suunto Ambit3 deutlich das Nachsehen, wenngleich auch hier alles gut erkennbar ist. Es können am Display gleichzeitig bis zu 4 Zeilen mit Werten belegt werden.

Das Design der Polar V800 weiß zu gefallen: robustes Kunstoffarmband und Uhrrahmen aus Edelstahl

Das Design der Polar V800 weiß zu gefallen: robustes Kunstoffarmband und Uhrrahmen aus Edelstahl.

Das Durchschalten der einzelnen Trainingsbildschirme funktioniert ohne Verzögerung und geht dank - der leichtgängigen Knöpfe - blitzschnell. Die Köpfe sind etwas in das Gehäuse versenkt, was versehentliches Umschalten - zum Beispiel durch Abknicken des Handgelenkes - weitestgehend verhindert. Zusätzlich kann noch eine Tastensperre aktiviert werden. Die Daten des Bluetooth Smart Brustsensors werden sehr zuverlässig aufgezeichnet.

Die Hinterseite der Polar V800 Pulsuhr mit robuster Metallschliesse und dem kreisförmigen Anschluß für das USB Kabel

Die Hinterseite der Polar V800 Pulsuhr mit robuster Metallschliesse und dem kreisförmigen Anschluß für das USB Kabel.

Die Klammer des USB-Kabels lässt sich ohne Wackeln an die Uhr anschließen. Das ist bei der Polar V800 besser gelöst als bei den meisten Konkurrenzprodukten

Die Klammer des USB-Kabels lässt sich ohne Wackeln an die Uhr anschließen. Das ist bei der Polar V800 besser gelöst als bei den meisten Konkurrenzprodukten.

Auch beim Skitourengehen hat sich der V800 bewährt. Die Seehöhe - am Berg eine wichtige Orientierungshilfe - ermittelt der V800 über einen barometrischen Höhenmesser. Ich konnte mehrmals die Höhendaten des Polar Gerätes mit einer Ambit3 Peak von Suunto vergleichen. Mein subjektiver Eindruck war, dass die Ambit3 einen Tick genauer misst, allerdings sind die Unterschiede sehr gering. Deutlich Abstriche muss man bei der V800 bei den Navigationsfunktionen machen. Dazu aber mehr im Abschnitt "Navigation".

Hier der Vergleich der Höhenmessung von Suunto Ambit3 und Polar V800 am Wannenjöchl im Verwall. Hier scheint die Ambit etwas genauer zu sein, wenngleich an anderer Stelle die Geräte näher beieinander lagen

Hier der Vergleich der Höhenmessung von Suunto Ambit3 und Polar V800 am Wannenjöchl im Verwall. Hier scheint die Ambit etwas genauer zu sein, wenngleich an anderer Stelle die Geräte näher beieinander lagen.

Was mir besonders gut bei der Polar V800 gefällt, ist das detaillierte Feedback nach einem Training. Sie beschränkt sich dabei nicht nur auf die reinen Kennzahlen wie Trainingszeit, Streckenlänge, Tempo, Puls usw., sondern erkennt anhand der Aufzeichnungen, um was für ein Training es sich gehandelt hat. Sie teilt einem zum Beispiel mit "Tempotraining+: Dieses Training hat deine anaerobe Toleranz sowie deine maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) und Effizienz verbessert. Es hat außerdem die Geschwindigkeit gesteigert, die du halten kannst, ohne zu übersäuern (Laktat-Steady-State). Die Trainingsdauer war lang genug, um die Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdung bei der trainierten Geschwindigkeit zu erhöhen. Kohlenhydrate sind die Hauptenergiequelle, die dein Körper bei dieser Trainingsintensität verwendet."

Beim ersten Einschalten und Aufladen der Polar V800 gilt es zunächst Datum und Uhrzeit einzustellen

Beim ersten Einschalten und Aufladen der Polar V800 gilt es zunächst Datum und Uhrzeit einzustellen.

Zu jedem Training kann auch ein Intervalltimer aktiviert werden. Er kann entweder zeit- und entfernungsgesteuert eingestellt und miteinander kombiniert werden. So ist es zum Beispiel möglich 200m zu laufen, und dann eine Pause von 1 Minute einzulegen. Die Anzahl der Wiederholungen wird mitprotokolliert.

Ein Vergleich der Dicke zwischen Polar V800 (links) und der Suunto Ambit3 (rechts): Die Polar ist einige Millimeter dünner

Ein Vergleich der Dicke zwischen Polar V800 (links) und der Suunto Ambit3 (rechts): Die Polar ist einige Millimeter dünner.

Die Polar V800 verfügt zudem über einen eigenen Menüpunkt für diverse Tests. Es gibt einen orthostatischen Test, der feststellen kann, ob man übertrainiert ist. Weiters kann man seine Leistung mit einem "Fitness-Test" abfragen.
Mit einem Laufsensor kann man drei verschiedene "Sprungtests" machen. Sie messen unter anderem die Schnellkraft und die anaerobe Leistung. Mit der RR-Aufzeichnung kann man über längere Zeiträume seine Herzfrequenz aufzeichnen. Dabei wird die Zeit zwischen den einzelnen Herzschlägen gemessen. Diese Daten können dann für Trainingszwecke verwendet werden.

Die Suunto Ambit3 und die Polar V800 in der Draufsicht

Die Suunto Ambit3 und die Polar V800 in der Draufsicht.

Auswertung der Trainingsdaten

Die bei einem Training aufgezeichneten Daten werden über ein USB-Kabel mit der Software Polar Flow auf die Polar-Server übertragen und auf der Polar Homepage dargestellt.
Die Uhr muss zunächst über ein USB-Kabel an den Computer angeschlossen werden. Hier wird, ähnlich wie bei den Modellen der Konkurrenz, eine Klammer an der oberen Seite des Gehäuses geklemmt. Die Klammer hält erstaunlich gut, besser als zum Beispiel bei den Ambit-Modellen von Suunto. Es startet sich automatisch die Software FlowSync über welche die Trainingsdaten auf die Polar-Server übertragen werden. Liegt eine neuere Software-Version vor, kann diese auch über FlowSync auf die Uhr gespielt werden. Im Testzeitraum hat es mehrmals Updates für die V800 gegeben. Es macht den Anschein als würde Polar versuchen hier mit kurzen Update-Abständen Bugs und neue Funktionen an den User zu bringen. Sind alle Daten übertragen, öffnet sich ein Browserfenster mit Polar Flow, der eigentlichen Auswertungssoftware.

Die Synchronisation der Polar V800 beginnt gleich nach dem Anstecken des USB-Kabels

Die Synchronisation der Polar V800 beginnt gleich nach dem Anstecken des USB-Kabels.

Software Polar Flow

Nach dem Synchronisieren öffnet sich ein Browserfenster mit Polar Flow. Unter dem Menüpunkt "Tagebuch" gelangt man zu einem Kalender, in dem alle Trainingseinheiten gespeichert werden. Außerdem wird bei jedem Tag anzeigt zu welchem Prozentsatz man sein Tagesziel des Activity-Trackers erreicht hat. Es gibt eine Tagesansicht, eine Wochenansicht und eine Monatsansicht und die jeweils dazu passende Zusammenfassung des Activity-Trackers.

Im Tagebuch gibt es einen Überblick über die absolvierten Trainingseinheiten und wieviel Prozent für das jeweilige Tagesziel erreicht wurden

Im Tagebuch gibt es einen Überblick über die absolvierten Trainingseinheiten und wieviel Prozent für das jeweilige Tagesziel erreicht wurden.

Unter "Erforsche" werden auf einer Karte die Trainingseinheiten der gesamten Community angezeigt, sofern diese für die Öffentlichkeit freigegeben sind.

Unter Erforsche werden auf einer Karte die Trainingseinheiten der gesamten Community angezeigt

Unter Erforsche werden auf einer Karte die Trainingseinheiten der gesamten Community angezeigt.

Unter dem Menüpunkt "Fortschritt" kann man sich diverse Statistiken zu seinen Trainingseinheiten anzeigen lassen. Auch hier kann nach Zeiteinheit (Tage, Wochen, Monate, Jahre) und Sportarten gefiltert werden.

Eine statistische Aufbereitung der Trainingserfolge sieht man in PolarFlow unter dem Punkt Fortschritt

Eine statistische Aufbereitung der Trainingserfolge sieht man in PolarFlow unter dem Punkt Fortschritt.

Außerdem kann man über Polar Flow diverse Einstellungen zu seinen Sportarten und zur Uhr vornehmen. Bei den Sportprofilen kann man Sportarten seiner Uhr hinzufügen und die jeweiligen Bildschirme frei konfigurieren. Pro Bildschirm kann man bis zu 4 Zeilen mit Werten füllen. Pro Sportart sind bis zu 8 Bildschirme möglich. Damit sollte es möglich sein, alle nur erdenklichen Werte darzustellen. Beim Hinzufügen eines Sportprofiles muss man eine Sportart wählen. Hier ist die Auswahl etwas begrenzt, zum Beispiel ist die Sportart Skitouren nicht vorhanden. Alternativ muss man "sonstige Outdoor Sportart" wählen, was nicht sonderlich aussagekräftig ist. Als Besonderheit bietet die Polar V800 den "Hearttouch", der ausgeführt wird, wenn man die Uhr an den Herzfrequenzsender bringt. Man kann in Polar Flow, definieren was dann passieren soll, entweder die Beleuchtung aktivieren, die vorige Runde oder die Uhrzeit anzeigen. Ähnliches gilt für das Tippen auf die Uhr. Auch diese Geste kann man mit einer Funktion belegen.

Smartphone Apps für iOS und Android

Die Polar V800 lässt sich auch mit der Smartphone App fpr iOS und Android synchronisieren

Die Polar V800 lässt sich auch mit der Smartphone App fpr iOS und Android synchronisieren.

Für eine moderne Gps-Trainingsuhr gehört es zum guten Ton auch diverse Smartphones zu unterstützen. So auch für die Polar V800. Zur Zeit gibt es die Polar Flow Apps für iOS (ab iPhone 4S) und Android (ab Version 4.3). Die Funktionalität war anfangs noch recht bescheiden. Man konnte seine Trainingseinheiten synchronisieren und sich seinen Aktivitätsstatus anzeigen lassen. Inzwischen, nach dem Update auf Software-Version 1.4, kann die Polar V800 auch Smartphone Notifications (Benachrichtigungen) anzeigen. Das funktioniert momentan allerdings nur für iOS, Android-Unterstützung sollte aber bald folgen. Vermutlich wird es in diesem Bereich in Zukunft immer wieder Verbesserungen und neue Funktionen geben.
Für mich als Android-User ist es leider immer ärgerlich, dass die Android-Unterstützung zeitlich immer erst nach jener für iOS kommt. Neben anderen Herstellern bildet Polar ist hier keine Ausnahme. Aber es geht auch schlimmer: Sunnto hat es bis dato immer noch nicht geschafft überhaupt eine Android-App anzubieten.

Hier eine Ansicht aus dem aktuellen Trainingstagebuch angezeigt auf der App für Android

Hier eine Ansicht aus dem aktuellen Trainingstagebuch angezeigt auf der App für Android.

Activity Tracker

Die Polar V800 hat einen integrierten Activity Tracker, der ununterbrochen alle Aktivitäten aufzeichnet. So lässt sich über die Uhr oder über Polar Flow einsehen wie viele Schritte man gemacht, wie viel Kilometer man zurückgelegt und wie viel Kalorien man verbraucht hat. Außerdem wird angezeigt, wie viel Zeit man im Liegen, Sitzen, Stehen, Gehen oder bei intensiven Tätigkeiten verbracht hat. Man kann sich auch ein tägliches Ziel setzen, das es dann gilt zu erreichen. Die Uhr kann einem dann anzeigen, was man noch tun müsste, damit man das tägliche Ziel erreicht, dabei geht es durchaus mit Humor zu: Zum Beispiel wird dann angezeigt: 29 min Football spielen oder 1h 6min Skateboard fahren oder 4h 18min Abspülen. Es besteht auch die Möglichkeit einen Alarm einzustellen, der einen dann erinnert, wenn es Zeit ist, sich wieder zu bewegen. Der Activity-Tracker ist - sofern man ihn braucht - gut strukturiert, motivationsfördernd und aussagekräftig.

Navigationsfunktionen

Ein großer Schwachpunkt der Polar V800 sind seine Navigationsfunktionen. Obwohl alle Sensoren (Barometer, Kompass,...) an Board wären, gibt es in diesem Bereich sehr wenig. Momentan kann man nur bereits erstellen Tracks folgen. Über die Polar Software kann man leider keine eigenen Tracks erstellen noch kann man externe Tracks uploaden. Man kann Points of Interests setzen, zu denen man sich dann navigieren lassen kann. Auch ist es möglich sich an den Startpunkt eines Trainings zurückbringen zu lassen. Dabei verläuft die Navigation über den schnellsten Weg (Luftlinie) und nicht über den bereits begangenen Track. Für die Navigation im Gebirge ist das leider meist unbrauchbar, könnten doch Schluchten, Flüsse, Absturzgelände oder Ähnliches im Weg sein. Hoffentlich bringt in dieser Hinsicht Polar mit zukünftigen Softwareupdates mehr Funktionen.

Im Alltag

Die Polar V800 taugt auch als Zeitmesser für den Alltag. Das blaue Armband wirkt sehr sportlich, danke der flachen Bauweise verschwindet die Uhr unter den Hemdärmel und kann auf Wunsch so auch sehr unauffällig getragen werden. Neben den ganzen Trainingsfunktionen gibt es auch einen Wecker. Der kann entweder täglich oder nur von Montag bis Freitag gestellt werden. Für das 3-Minuten-Frühstücksei gibt es einen Countdown-Timer.
Noch ein Wort zur Akkulaufzeit: Im direkten Vergleich mit der Suunto Ambit3 kann die Polar V800 trotz leichterer und flacherer Bauweise gut mithalten. Ohne jetzt genaue Messergebnisse zu haben, würde ich beide Uhren von der Akkulaufzeit ähnlich einordnen. Vielleicht hat die Ambit3 in diesem Bereich leichte Vorteile, die sich in der Praxis aber kaum auswirken werden. Polar gibt die Laufzeit der Uhr im genauesten GPS-Modus und mit Herzfrequenzmessung mit 13 Stunden an. In diesem Modus wird jede Sekunde die GPS-Position ermittelt. Es gibt noch einen zweiten Modus, bei dem nur alle 60 Sekunden eine Messung durchgeführt wird. Die Akkulaufzeit verlängert sich hier auf 50 Stunden. Im Uhrmodus - also ohne GPS- und Herzfrequenzmessung - muss die Polar V800 erst nach 30 Tagen wieder an die Steckdose. Diese Werte sind sehr gut und auf Augenhöhe mit der Konkurrenz.

Fazit zur Polar V800 GPS-Trainingsuhr

Bis auf wenige Kleinigkeiten ist die Polar V800 ein gelungenes Produkt

Bis auf wenige Kleinigkeiten ist die Polar V800 ein gelungenes Produkt.

Polar stellte immer schon ausgesprochen gute Herzfrequenzmesser für das Ausdauertraining her. Viele dieser Gene trägt auch die Polar V800 in sich, dennoch geht die Uhr einen Schritt weiter. Mit integriertem Barometer, GPS-Chip und diversen Sensoren hat die Polar V800 das Zeug zur Multifunktionsuhr. Sie ist deshalb in gleichem Maße für Bergsteiger, Wanderer und Trekker interessant. Das Konzept der Uhr gefällt sehr, sie ist leicht, flach, einfach zu bedienen, robust und reagiert schnell auf Benutzereingaben. In Sachen Bedienungskomfort haben die Polar-Entwickler sehr viel richtig gemacht.
Um an die direkten Konkurrenten, Garmin Fenix 3 oder Suunto Ambit 3 aufzuschließen ist allerdings im Bereich Navigation noch Luft nach oben. So ist es zum Beispiel nicht möglich einen gerade aufgezeichneten Track direkt zurückzuverfolgen (TrackBack). Es ist nur möglich entlang der Luftlinie zum Ausgangspunkt zu gelangen. Diese kleineren Unzulänglichkeiten lassen sich alle mit Softwareupdates beheben. Und es besteht große Hoffnung, dass das auch passiert. Denn Polar verbessert die Uhr regelmäßig und häufig mit neuen Softwareupdates. Wir sind überzeugt, Polar ist mit der V800 eines der besten Produkte seit Langem gelungen.

Hier nochmal eine Zusammenfassung der Vor- und Nachteile der Polar V800:

+ sehr leicht
+ robuste Bauweise, aber nicht klobig
+ guter Tragekomfort
+ sehr gutes Display, auch bei direktem Sonnenlicht
+ intuitive Bedienung
+ schnelle Reaktion der Uhr auf Benutzereingaben
+ hilfreiches Feedback der Uhr nach Abschluss von Trainingseinheiten
+ Vibrationsalarm
+ Klammer für USB-Kabel sitzt sehr fest
+ häufige Softwareupdates für Uhr und PolarFlow

- etwas lange Suche nach GPS-Signal
- wenig Navigationsfunktionen (kein TrackBack)
- PolarFlow Software wirkt an manchen Stellen noch nicht ganz ausgereift
- Apps für iOS und Android noch ausbaufähig

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Update 16.04.2015
Ein neues Software-Update (Version 1.4) für die Polar V800 bringt einige neue Funktionen. Unter anderem die schon lange erwarteten Smart Notifications für iOS8 (iPhone). Alle Benachrichtigungen des Handys werden automatisch per Bluetooth auf die V800 übertragen.
Weiters werden mit dem Update diverse Sensoren besser und stabiler unterstützt. Mehr Infos zu dem Update auf der Seite von Polar.

Du benutzt auch eine Polar V800 oder verwendest PolarFlow? Wie sind deine Erfahrungen mit der GPS-Trainingsuhr oder der Software? Wir freuen uns auf deinen Kommentar.

Kommentare

#18
von Steve .. am 16.04.2017
Kleines Update für die Polar V800 bezüglich der Navigationsfähigkeit: Es ist nun möglich extern aufgezeichnete bzw. selbst mit der Polar V800 aufgezeichnete Touren hochzuladen und nachzufahren. Über das Polar Flow Portal kann man über Favoriten - Route importieren, GPS-Daten im gpx-Format hochladen. Danach die V800 synchronisiern. Auf der Uhr das Menüfeld Favoriten auswählen und die hochgeladene Route auswählen. Nun warten bis das GPS-Fix funktioniert. Etwas verwirrend ist dann die Meldung am Display: "Armb.-Empf. wie in Abb. 8 bewegen, bis Kompass kalibriert ist." Dies scheint ein Übersetzungsfehler zu sein und es sollte heißen, dass man die Uhr in Form einer 8 bewegen soll, bis der Kompass kalibriert ist. In der Navigation hat man dann noch die Möglichkeit zum Startpunkt geführt zu werden bzw. zum nächsten Routenpunkt. Ebenso kann man zwischen Ursprungsrichtung und gegengesetzter Richtung wählen. Am Display erscheint dann der Track, eine Kompassanzeige und die Restdistanz. Meiner Meinung nach wertet diese Zusatzfunktion im Bereich Navigation die V800 als Outdoor- und Trainingsuhr deutlich auf.
#17
von walter j. am 03.12.2016
Uhr hat umfangreiche Funktionen, ich verwende oft die Back-to-Start Anzeige, um z.B. mein Auto in einer fremden Stadt zu suchen ! Aber es gibt auch 2 lästige Mängel. 1. So ist die Akku-Ladefunktionalität unausgereift. Es muss ein Steckerabdeckung mit den Nägeln (?!) geöffnet werden. Die Kontaktgabe ist sehr empfindlich. So müssen die Kontakte immer wieder gereinigt werden, obwohl die Uhr sauber ist, bevor eine sichere Verbindung zu Polar Flow und der Ladefunktion hergestelt werden kann. 2. Die automatische Pause Funktion ist unzuverlässig. Ich verwende diese um Radtouren aufzeichen. Ich möchte nur die Aktivzeiten messen ohne Standzeiten an z.B. Lichsignalen und Baustellen. Ich bin auch an Zwischenzeiten interessiert. Die Pause ist eingestellt wenn Geschwindigkeit < 4 km/h ist. Folgende Probleme habe ich nun festgestellt: Durch die Doppelbelegung der Start/Stopptaste kommt es zu Fehlmessungen, wenn man die Zwischenzeit misst, wenn man gerade gestoppt, läuft die Uhr wieder weiter. Wenn das GPS Signal ausfällt (längere Unterführung, Tunnel, kurzer Stopp in einem Gebäude, etc.) geht die Geschwindigkeitsanzeige auf 0 km/h, doch die Uhr stoppt nicht. Beim Start läuft die Uhr sofort los, obwohl die Geschwindigkeit < 4 km/h ist. So habe ich manchmal korrekte Messungen verglichen mit Velocomputer und manchmal Differenzen von mehreren Minuten. Polar schaut diese Funktionaltät als korrekt an !
#16
von Kurt S. am 24.07.2016
Hallo Simon Ich bin mit dem Fazit deines Testes (...Sie ist deshalb in gleichem Maße für Bergsteiger, Wanderer und Trekker interessant...) nicht einverstanden. Grund ist die schlechten Navigationsmöglichkeiten, die du in deinem Bericht auch erwähnst. Ich sehe nirgens GPS-Positionen als Rohwerte und die Android-App kann die Karte nur mit Datenverbindung darstellen, was man in den Bergen oft nicht hat. Die Kartendarstellung ist in der App nur mit Google-Maps möglich. Die Uhr ist für das Training auf ausgetretenen Pfaden gut. Ich selber hatte sie an einem Wettbewerb gewonnen, gekauft hätte ich sie nicht. Gruss Kurt
#15
von Iris . am 07.05.2016
Hallo miteinander, eine Frage, warum zeigt es mir nach dem einspielen meiner Trainingsdaten die Route nicht auf einer Karte an, geht das nur mit der App die man runterlädt? ich kann unter "erforsche" div. andere Routen sehen. Danke für Eure Hilfe
#14
von Steff F. am 12.03.2016
Bin auch begeistert von der V800. Auch mich stört nur, dass man im Polar Flow die kumulierten Höhenmeter (für Woche, Monat oder Jahr) nirgends ablesen kann! Oder hat es jemand gefunden?
#13
von Elisabeth Z. am 09.03.2016
Hallo, ich brauche ganz dringend eine kumulierte Auswertungsmöglichkeit für die Höhenmeter, sonst nützt mir die Uhr nix.
#12
von Chris S. am 09.12.2015
Hallo Stefan, leider gibt es in Polar Flow (und auch auf der Uhr) bis dato noch keine Möglichkeit die Jahreshöhenmeter anzuzeigen, zumindest habe ich keine gefunden. Sollte das hier jemand gschafft haben, bitte in den Kommentaren melden :-) Lg Chris
#11
von Stefan A. am 05.12.2015
Hallo! Gibt es schon Infos bzgl. der Anzeige der Gesamtjahreshöhenmeter? Auf der Uhr oder in der Polar Flow? Von Polar habe ich auf diese Frage keine Antwort bekommen. DANKE!
#10
von peter s. . am 22.10.2015
v800 wie lange noch ohne gesamt jahres-höhenmeter? DANKE sonst sehr sehr gut
#9
von Flo F. am 21.06.2015
Danke für die Antwort! Ich finde das mit den Benachrichtigungen echt gut. Aber vor allemmit der Vibration dazu. Ich bin am Vergleichen Ambit3 v800 und mittlerweile auch m400. Aber die v800 wird für meine Zwecke denke ich das Rennen machen. Ich benutze die Uhr zu mehr als 50% zum Laufen und Nordicskaten... Da ist mir die Suunto einfach zu groß. Falls das wen interessiert, der auf die gleichen Gedanken mit der M400 gekommen ist: ;D Die M400 kann zwar am Papier dank Updates auch echt viel, deswegen hat es mich gerade bei dem Preisunterschied verunsichert. Meine Freundin hat sie mit mir im direkten Vergleich getestet. GPS fix dauert mindestens 10x mal so lange wie bei der v800 und die GPS Höhe kann man ja komplett vergessen. Leider gibt es keine Akku anzeige in Prozent, aber die M400 is nach bereits nach zwei Läufen knapp unter der Hälfte und die V800 bei über zwei Drittel! Dazu kommen dann noch die Haptik und weitere features der v800 die ich nicht brauche aber die ersten drei Dinge haben mich bereits überzeugt ;-)
#8
von Steve . am 17.06.2015
Hey Flo, leider kommt meine Antwort sehr spät. Die Benachrichtungsfunktion funktioniert über Bluetooth mit dem IOS-Gerät. Du kannst einstellen, ob du nur darüber informiert wirst, ob du einen Anruf bzw. einen SMS oder ein WhatsApp bekommen hast, oder auch den Namen des Anrufers bzw. Absenders plus die ersten Zeilen der Nachricht dargestellt haben möchtest. Während des Anrufes kannst über die START-Taste abheben oder über die BACK-Taste auf stumm schalten. Die Smart Nofifications funktioniert einwandfrei und ist bei bestimmten Situationen sogar mehr als eine reine Spielerei. Lg Steve
#7
von Flo F. am 09.06.2015
Danke für eure tollen Antworten!! Ich habe bei einem Freund heute die Gelegenheit die Peak (Saphire) zu testen. Bei der Sunnto ist mir aufgefallen, dass (wahrscheinlich) die GPS Antenne wohl für den super Empfang aus dem Gehäuse raussteht und mich an meinem Handgelenk als hartes Plastik Teil berührt. Wenn man die Uhr aber nicht direkt auf sondern hinter dem Handgelenk trägt is es ok. Außerdem ist der Druckpunkt, wie im Test erwähnt, ohne die Tastentöne gewöhnungsbedürftig für die Bedienung. Nochdazu, weil es z.B. beim Blättern durch Menüs schon ein bisschen eine Verzögerung gibt. Und von den Größenverhältnissen bin auch ich ein bisschen verunsichert. Ich habe gemeint, dass die V800 einen verhältnismäßig breiten Rand hat. Das trifft aber auch auf die Suunto zu. Gegen die Polar spricht, dass die Navigation nicht ausgereift zu sein scheint und dass die Akkulaufzeit deutlich geringer ausfallen wird als bei der Peak. Und nur die Suunto Uhr mein leider unzuverlässig gewordenes Garmin Legend Hcx zumindest Übergangsweise ersetzten könnte! Problem für die Entscheidung ist bei mir eigentlich, dass ich wirklich diese zwei harten faktischen Kriterien gegen sehr subjektive Eindrücke abwägen muss. Ich denke die Suunto kommt mir halt auch deswegen so groß vor, weil die FR 210 auch ein wirkliches Leichtgewicht ist... schlechter Vergleich! Ich habe noch ein paar Fragen, die die Suunto betreffen dafür schreibe ich einen Kommentar unter den anderen Test, um Verwirrung auf ein Minimum zu reduzieren! Aber euer kompetenter Rat ist echt toll! Nur ganz am Rande: Kann mir vielleicht jemand beschreiben, wie es bei der v800 mit den Smartphone Benachrichtigungen (iOS) aussieht und abläuft... Ist ja auf dem Mountainbike mit Handy irgendwo im Rucksack doch ganz praktisch wenn man weiß dass es jetzt wirklich dreifach nicht wichtig ist ;) Vielleicht kann mir ja noch jemand schreiben, was er von meinen Bedenken hält! Danke und Viele Grüße Flo
#6
von Chris S. am 09.06.2015
Hallo Flo, ich bin da ähnlicher Meinung wie Stephan. Ich verwende meistens die Ambit3 Peak, weil für mich die Navigationsfunktionen wichtig sind. Hier hinkt die Polar V800 leider etwas nach, ich kann dir aber nicht sagen, wann und ob sich das ändern wird. Von der Hardware hätte die Uhr alles an Board. Ansonsten hast du Recht, die Polar ist schmaler und etwas unauffälliger. Auch die Bedienung geht sehr gut, allerdings ist die Ambit3 keines Falls "viel umständlicher". Die Bedienung ist etwas anders, aber dennoch einfach und schnell. Von der Software her, sehe ich keinen klaren Vorteil bei einem der Hersteller. Wenn du auf die Navigationsfunktionen vorerst verzichten kannst, ist die Polar V800 eine klare Empfehlung, ansonsten greif zur Ambit3 Peak. Wirklich falsch machst du mit keiner der beiden Uhren etwas. Lg Chris
#5
von Stephan K. am 08.06.2015
Hallo Flo! Ich habe auch lange nachgedacht, ob V800 oder ambit 3. Ich habe mich dann für die Ambit entschieden. Aus nur einem Grund, obwohl ich bis dahin wahrscheinlich einer der treuesten Polar - User war. Tracks über GPSies oder Movescount zu erstellen sind ein Kinderspiel, und der Upload auf die Uhr dauert mit einiger Übung genau 30sec. Perfekt also, um im Urlaub eine Strecke abzulaufen, die man sich auf Google Maps angesehen hat. Die Funktion nutze ich fast täglich, auch in meiner Umgebung gibt es auf der Landkarte immer noch Wege, die ich nicht kannte und mich von der Uhr navigieren lasse. Letztens habe ich auch, als ich wenig Zeit hatte, einen Spaziergang durch eine Stadt eingegeben, um möglichst schnell alle Highlights abzuklappern. Und die Anzeige für den Streckenverlauf ist sensationell genau und verlässlich. Ansonsten scheinen beide Uhren das Gleiche zu können, die Polar hat hinsichtlich der Sportarten offenbar nachgezogen, das war bei der RX noch sehr umständlich. Vom Design her finde ich die V800 fast ansprechender, aber wie gesagt, die Navigation ist ein deutlicher Pluspunkt. Bin aber sicher dass Polar bald nachzieht. LG Stephan
#4
von Flo F. am 08.06.2015
Danke für den Test und vor allem die Gegenüberstellung zur suunto! Ich bin mit meiner über drei Jahre alten Garmin FR 210 unzufrieden und auf der Suche nach einer neuen Uhr. Ich kann mich nicht zwischen der ambit 3 Peak und der v800 entscheiden. Technisch sind diese Uhren ja nahezu gleich gut ausgestattet. Beim Design sagen mir beide Uhren zu wobei ich die polar aufgrund der dicke unauffälliger im Büro tragen könnte denke ich. die Entscheidung muss also aufgrund der software fallen. Ich habe leider keine Möglichkeit beide Uhren wie hier zu vergleichen. Vielleicht kann mir ja jemand eine Entscheidungshilfe geben ;) Oder noch ein paar interessante Unterschiede der Softwares und Funktionen sagen! Außerdem frage ich mich, ob bei der v800 eine Chance bestehet, dass die Track Navigation noch hinzugefügt wird, ob im movescount Portal die Möglichkeit besteht das Trainingstagebuch auf ein Jahr bzw. Kalenderjahr einzustellen und wie eure Einschätzung ist im Bereich Benutzerfreundlichkeit sind. angeblich soll die suunto im Vergleich zur polar viel umständlicher zu bedienen sein. Und am Schluss spricht natürlich der Preis eher für die v800. Ich nutze die Uhr im wesentlichen zum laufen und Mountainbiken. Gps Navigation wäre, wenn auch nicht oft benötigt, trotzdem interessant. Danke im Voraus!
#3
von Chris S. am 20.04.2015
Hi Steve, danke für die Ergänzungen. Du hast Recht, das Abfragen der aktuellen Trainingsdaten ist bei der V800 sehr gut gelöst und auch die automatische Rundenzeit ist praktisch. Das gibt im Lauftraining jedes mal einen kleinen Motivationsschub, wenn die Uhr vibriert und man weiß man hat einen weiteren Kilometer geschafft :-) Lg Chris
#2
von Steve . am 17.04.2015
Hey Chris! Wie immer ein super Testbericht. Ich habe die V800 seit ca. einem halben Jahr und bestätige alle deine Ergebnisse. Was noch sehr gut an der V800 ist, dass man während des Trainings aktuelle Trainingsdaten schnell abfragen kann, vor allem die Übersicht wieviel man von der Trainingszeit in welcher HF-Zone traininert hat ist sehr hilfreich. Speziell für Läufer ist auch die automatische oder manuelle Rundenzeit interessant. Lg Steve
#1
von Chris S. am 16.04.2015
Ein neues Software-Update für die Polar V800 bringt Smart Notifications für iOS (iPhone). Dabei werden alle Benachrichtigungen des Handys automatisch per Bluetooth auf die V800 übertragen. Weiters werden mit dem Update diverse Sensoren besser und stabiler unterstützt. Mehr Infos zu dem Update auf der Seite von Polar: http://updates.polar.com/2015/04/dont-miss-a-thing-with-the-v800-smart-notifications/
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