Gipfelrast auf der Flatschspitze

GPS-Serie Teil 3: Die GOTO-Funktion

Kategorie: Tourenplanung, Navigation & GPS | eingetragen am 01. Mai 2008 von Christof Simon

geko goto

Im folgenden werden wir die Benutzung der GOTO-Funktion anhand eines praktischen Beispiels erklären. Angenommen wir befinden uns auf einer Trekkingtour auf dem Weg zu einer Hütte und werden von dichtem Nebel überrascht.

Der richtige Weg zur rettenden Hütte

Eine möglicher Ausweg aus dieser Situation ist die GOTO-Funktion. Dabei suchen wir uns anhand der Karte und im optimalen Fall mithilfe eines Planzeigers die Position der Hütte und erhalten einen Punkt der zum Beispiel so lauten könnte:

Nordwert: 5178105, Ostwert: 0655889.

Durch die Karte wissen wir, dass wir uns in der Zone T32 befinden. Wir notieren uns die Werte und nehmen das GPS-Gerät zu Hand. Bei allen Geräten gibt es einen Menüpunkt oder einen Knopf um einen Wegpunkt abzuspeichern. Beim Garmin Geko 201 zum Beispiel findet sich auf der Menüseite der Punkt "Markieren". Wir bestätigen mit "OK" und gelangen zu einem Bildschirm mit unseren aktuellen Koordinaten. Wir ändern diese und tragen unserer notierten Koordinaten ein. Dem Wegpunkt geben wir den Namen "Hütte" und drücken auf "OK". Der Wegpunkt ist nun in unserem Gerät gespeichert.
Wieder im Menü des GPS-Gerätes gehen wir auf den Punkt "Wegpunkte" und wählen uns unseren zuvor erstellten Wegpunkt "Hütte". Ein neuer Bildschirm erscheint mit dem Punkt "GOTO". Wir bestätigen wieder und gelangen direkt zur Kompassanzeige.

Das Gerät weist uns nun anhand eines Pfeiles die Richtung zu unserem Wegpunkt und somit zur Hütte. Bei den meisten Geräten wird auch noch die Entfernung zum ausgewählten Wegpunkt angezeigt.


Der Garmin GPSMap 60CSX in der Kompassansicht
Foto: Garmin

Gefahren bei der GOTO-Funktion

Wenngleich diese Methode sehr praktisch und in vielen Fällen hilfreich ist, birgt sie auch Gefahren in sich. Da die angezeigte Richtung der Luftlinie folgt, kann es, wie bei unserem Beispiel mit starken Nebel passieren, dass man schnell in unwegsames Gelände gelangt, im schlimmsten Fall sogar abstürzt. Deshalb ist auch in diesem Fall eine genau Landkarte unverzichtbar und der beste Freund des GPS-Gerätes.

bisher in der GPS-Serie erschienen:
Teil 1: Das GPS-Gerät als Orientierungshilfe
Teil 2: Die Positonsbestimmung

Dein Kommentar















zurück