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Winter-ISPO 2009: Neuigkeiten für Skitour, Mountainbike und Outdoor

Kategorie: Aktuelles | eingetragen am 19. Januar 2009 von Christof Simon

Funktionsweise des Life-Bag - Foto Snowpulse
Der Bergmönch in gefaltetem Zustand - Foto Bergmönch

Die ISPO - die größte Fachmesse für Sportartikel und Sportmode - wirft ihre Schatten voraus. Von 1. - 4. Februar werden wieder die aktuellsten Trends und Kollektionen auf der Winter-ISPO in München vorgestellt. Grund genug für uns einmal zu recherchieren was im Bereich Skitouren, Mountainbiken, Bergtouren und Outdoor dieses Jahr auf uns zukommt.
Neues gibt es im Bereich Sicherheitsausrüstung für Skitour und Freeriden, aber auch für den Sommer hat sich einiges angekündigt.

Sicherheitsausrüstung für die Tour im freien Gelände

Im heurigen Winter zum ersten Mal für den Endkunden zu kaufen ist der "Life Bag" der Firma Snowpulse aus der Schweiz. Das Produkt gewann 2008 vier ISPO Awards. Der Lawinenrucksack verfolgt das gleiche Prinzip wie der bekannte "ABS Lawinenairbag". Im Falle eines Lawinenabganges kann der Tourengeher oder Freerider mit einem Zug an einer Leine den Airbag auslösen. Dieser wird dann aber - im Gegensatz zum "ABS-Rucksack" - über dem Kopf des Sportlers aufgeblasen. Laut Hersteller soll der Kopf dadurch an der Oberfläche gehalten werden und vor mechanischen Verletzungen geschützt werden. Viel Gemeinsamkeit mit der Konkurrenz zeigt der "Life Bag" im Preis. Er geht momentan um 799 Euro über den Ladentisch, ähnlich wie der vergleichbare "ABS Vario 30" (768 Euro). Den Rucksack gibt es momentan in den Größen 15, 30 und 45 Liter. Mehr Infos zum "Life Bag" auf www.snowpulse.com

Aber auch vom Hersteller des bewährten "ABS- Lawinenairbag" gibt es Neuerung für dieses Jahr. Zur ISPO wird ein Fernauslösemechanismus präsentiert, der bei allen Rucksackmodellen nachgerüstet werden kann. Mit diesem System soll es dann möglich sein, dass zum Beispiel ein Bergführer mit einem Zug an seiner Leine die Airbags aller Gruppenteilnehmer fernauslösen kann. Es können auch einzelne Airbags gezielt von einer anderen Person ausgelöst werden.

Bleiben wir noch bei noch bei Sicherheitsausrüstung für Skitouren und Freeriden. Die beiden Hersteller Mammut und Arva sollen zeitgleich an einem neuen LVS-Geräten mit dem so genannten W-Link-System arbeiten. Die damit ausgestatteten Geräte sollen untereinander Informationen wie Vitalfunktionen, exakte Verschüttetenzahl und verlässliche Verschüttetenmarkierung austauschen. Gesendet wird in den Frequenzen 457 KHz und 868 Mhz (W-Link), die neuen Produkte sind selbstverständlich mit allen existierenden Geräten kompatibel. Viele Infos zu den neuen Produkten gibt es momentan allerdings noch nicht, wir werden aber dran bleibe und weiter darüber berichten.

Ein Mönch für alle Fälle

Für den Sommer hat sich ein neues Trendsportgerät angekündigt. Der "Bergmönch", eine trag- und faltbare Downhillmaschine, ist einer der Gewinner beim heurigen ISPO Brandnew Award. Das 9,5 kg schwere Zweirad kann bequem am Rücken wie ein Rucksack getragen werden und bietet zudem noch einiges an Stauraum. Am Gipfel kann das Paket in 2 Minuten in ein vollgefedertes Downhillgerät verwandelt werden um anschließend stehend oder kniend ins Tal gefahren zu werden. Der Bergmönch ist kein vollwertiger Ersatz für ein Mountainbike, eher ein "Downhill-Roller". Mehr Infos zum Bergmönch findet ihr auf www.bergmoench.com.

Öko-Trend erreicht die Sportbranche

Abgesehen von den vielen neuen Produkten lässt sich ein weiterer Trend bei den Herstellern erkennen. Das Umweltbewusstsein hält nun auch in der Sportbranche vermehrt Einzug. Viele Firmen bekennen sich in ihren Philosophien zu weniger CO2-Ausstoß, Klimaschutz und die Verwendung von recyclebaren Materialien. Bestes Beispiel - wenn auch nicht ganz zum Winter passend - ist der Gesamtgewinner des heurigen Brandnew-Awards. Die Ecological Surfboards der Firma 2Imagine werden aus alten Kaffeebechern oder Verpackungen hergestellt und sind selbst wieder recyclebar. Ob die Bekenntnis zum "Öko-Trend" nur gemacht wurde weil es eben gerade "In" ist und sich vielleicht der eine oder andere Kunde damit gewinnen lässt oder ob es ein wirklich nachhaltiger Schritt in eine neue Richtung ist, wird sich erst zeigen.

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