Latschentrail am Schafsiedelpass

Kuratorium für Alpine Sicherheit veröffentlicht erste Bilanz der Alpinunfälle 2008

Kategorie: Aktuelles | eingetragen am 29. Januar 2009 von Christof Simon

Rettungshubschrauber bei der Fritz-Pflaum-Hütte

Am 15. Jänner 2009 veröffentlichte das Kuratorium für Alpine Sicherheit auf ihrer Homepage eine erste Bilanz der Alpinunfälle im Zeitraum November 2007 bis Oktober 2008. Mit 308 tödlichen Unfällen ist die Tendenz im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleich geblieben. Allerdings ist ein Rückgang der Opferzahlen im organisierten Skiraum ist zu beobachten. 80% aller Alpintoten sind männlich.

Österreicher und Tiroler am meisten betroffen

Die meisten Opfer, nämlich 184 und somit 60% waren Österreicher. 79 Tote kamen aus Deutschland (25%). Die restlichen Opfer stammen aus verschiedenen Nationen. Bei den Bundesländern hatte wie im Vorjahr Tirol mit 115 Toten die meisten Opfer zu beklagen, danach kommt Salzburg mit 50 und Kärnten mit 37 tödlich Verunglückten.

Tendenz gleichbleibend

Obwohl die Opferzahlen trotz einer Zunahme der Bergsportler fast gleich geblieben sind, zeigt sich der Präsident des Kuratoriums Dr. Karl Gabl besorgt. Die Unfälle mit tödlichem Ausgang sind im Straßenverkehr deutlich zurück gegangen, am Berg leider noch nicht. Man will sich in Zukunft besonders auf die Ursachenforschung konzentrieren um in weiterer Folge die Bewusstseinsbildung bei den Alpinsportlern zu fördern. Man will dabei auf Information und Schulung setzen.

Bergsteigern und Wandern mit den meisten Opfern

Am meisten passiert beim Wandern und Bergsteigen mit 96 Toten. Auf Skitour sind 24 Menschen tödlich verunglückt, beim Klettern 22, was dem langjährigen Durchschnitt entspricht. Mit nur 34 Toten überraschend stark zurück gegangen sind die Opfer im organisierte Skiraum. Unter anderem dürfte sich hier die erhöhte Helmmoral bemerkbar gemacht haben. Diese stieg nämlich von 15% im Winter 06/07 auf 30% an.

Weiter Zahlen und Informationen zu den Alpinunfällen 2008 finden sich auf der Homepage des Kuratorium für Alpine Sicherheit.

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