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Apr
1
2008

Freeride Trip nach Georgien

geschrieben am 1. April 2008 von Coldpassion.com

Mit Personenschutz ins Skiabenteuer 
Tiflis, Georgien – Eine Gruppe junger Tiroler Freerider und Tourenwelt.at Freunde verlässt am Flughafen der Hauptstadt eine schon etwas in die Jahre gekommene Maschine der dort ansässigen Fluglinie. Erwartet werden sie von einer Gruppe finster schauender Männer in großen schwarzen Geländewagen, die in den kommenden Tagen für ihre Sicherheit in dem im Aufbau befindlichen Land zu aller Zufriedenheit sorgen sollten – Skidiebstähle erübrigen sich neben anwesender Kalaschnikows.Auf Einladung des georgischen Ministers für Tourismus und Kultur befinden sie sich in diesem kleinen Land am Fuße des Kaukasus. Für neun Tage machen sie sich auf die Suche nach unberührten Hängen und steilen Bergflanken, die noch nie ein Mensch zuvor mit Ski befahren hatte. Begleitet werden sie dabei von einem niederländischen Kamerateam und dem Fieberbrunner Fotografen, Mathias Bergmann, die versuchen dieses Abenteuer für Skibegeisterte festzuhalten.

Team Georgien  Firn in Georgien  Ready to run … shred down

Fotos _ Mathias Bergmann

Bei den Protagonisten handelt es sich um die staatlich geprüften Skilehrer und Skiführer Mattias Haunholder und Phil Anker sowie um die Skicrossathleten und Coldpassion Rider Christoph Ebenbichler und Patrick Koller begleitet vom Speedglider Patrick Hörhager.

Der Ausgangspunkt der neuntägigen Reise durch das ferne Land ist der Bergort Bekurani im Kleinen Kaukasus. Dort angekommen erwarten sie nach unfertigen und nur mit geländegängigen Fahrzeugen bewältigbare Straßen zur Überraschung aller modernste Skigebiete. Auf Grund der schwierigen Verhältnisse – es gab leider zu wenig Schnee – sind die Rider gezwungen, bereits nach zwei Tagen in die nördlicher gelegene Provinz Racha, genau am Hauptkamm des Kaukasus und an der Grenze zu Russland, wo die höchsten Berge die 5.000er-Marke überschreiten, zu reisen.

Auf der Suche nach neuen und revolutionären Aufnahmen wagen sich die Abenteurer immer tiefer ins Herz des Gebirgszuges vor. Vom Skiort Gudauri aus starten sie ihre Vorstöße auf Fellen und mit dem Heli. Schnee gibt es diesmal genug, nur ist wegen des für diese Jahreszeit untypisch warmen Wetters die Lawinensituation alles andere als entspannt.Durch das Wechselspiel von Freeriden und Einblicknehmen in die Besonderheiten der georgischen Kultur und Bergwelt können sowohl atemberaubende Bilder und Skifahren auf höchstem Niveau eingefangen, als auch Kontakte zu Einheimischen geknüpft werden. Aber warum zu perfekten Liftanlagen nur schlechte Straßen führen, können auch sie nicht beantworten. Oder, dass am Sonntag alle Pisten von Skifahrern überfüllt sind und an den Werktagen lediglich eine handvoll Ausländer anzutreffen sind – Anlass für den auf Vodkawolken schwebenden Liftwart, kurz nach Betriebsbeginn, um 10 Uhr 30, die Liftbenützer im Rückwärtsgang zum Einstieg zurückzuholen um ein weiteres Mal zu kassieren. 

Rückblickend bot dieses ungewöhnlichen Skiabenteuer eine fülle neuer und intensiver Eindrücke für die 5 Sportler. In Erinnerung bleiben vor allem die Hilfsbereitschaft und Gastfreundlichkeit der Einheimischen, die unberührte und zutiefst imposante Bergwelt des Kaukasus und viele andere gewonnene Erfahrungen, welche durch außergewöhnliche Aufnahmen und Bilder dokumentiert wurden. Voraussichtliche Filmpremiere des Projekts „Snow in Georgia“ wird im kommenden Herbst sein!

Infos über die Reise und interessante Details zu den einzelnen Fahrern findet man unter www.snowingeorgia.com!

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