Aufstieg zum Kleinen Beil im Alpbachtal | Zur Skitour Kleiner Beil mit diesem Panorama


Apr
23
2019

Le Morne Brabant (Mauritius)

geschrieben am 23. April 2019 von asti

Ja, auch wir fahren gerne in den Urlaub – jedoch wäre baden alleine zu wenig – daher können wir euch heute eine Bergtour der besonderen Art vorstellen:

Mauritius, ein kleiner Inselstaat im indischen Ozean, rund 870km östlich von Madagaskar – und mit dem Flieger ab München in rund 11h / 13.000km zu erreichen. Bekannt ist die Insel wohl den meisten als Sehnsuchtsort für „Badewütige“ oder gar Flitterwochendestination. Eins vorweg – die Strände sind super, das Hotelangebot ist ebenfalls top. Aber die Insel hat noch mehr zu bieten und dazu zählt unter anderem auch eines der Wahrzeichen und typischstes Fotomotiv der Le Morne Brabant – ein 556m hoher, senkrecht aufragender Vulkanfelsen, der sich an der Süd-Westspitze direkt aus dem Meer erhebt.

Bis vor wenigen Jahren noch war das Gebiet nur schwer zugänglich, zählt es doch als UNESCO -Welterbe-Stätte wegen seiner Sklaven-Vergangenheit (Mahnmahl nahe des Strandes von Le Morne) zu den schützenswerten Gebieten der Insel. Heute ist das Gebiet zwar abgezäunt, jedoch über ein kleines Gate frei zugänglich. Hier muss man sich zwar in ein Buch ein- und nach der Tour wieder austragen, kontrolliert wird das aber nicht – bei uns hat die Rangerin in ihrer kleinen Hütte sitzend tief und fest geschlafen.

Zur Wegbeschreibung:
Vom Le Morne Strand (Ende der Fahrstraße nach dem letzten Hotel) folgten wir einem Forstweg rund 1,5km bis zum Gate. Dieses Gate mit kleinem Parkplatz wäre mit einem Leihwagen auch direkt von der B9 erreichbar. Nach dem Eintrag in das Buch folgten wir dem breit angelegten Wanderweg durch den „Urwald“. In mehreren Kehren führt dieser Weg teilweise sehr flach dann wieder stark ansteigend höher bis zur Aussichtkuppe im östlichen Bereich des Berges. Von hier aus kann man schon recht gut den Aufstieg erkennen. Stark zugewachsen schlängelt sich der kleine Pfad abenteuerlich bis hinauf zum Beginn der Felsen. Hier heißt es nun – in leichter Kletterei – unter Zuhilfenahme der Hände (nur bei Trockenheit zu empfehlen) steil nach oben. Begleitet von beeindruckenden Tiefblicken erreichten wir nach gut 1,5h den vorgelagerten Gipfel, der mit einem Kreuz gekennzeichnet ist. Der Hauptgipfel wird nicht bestiegen (Weiterweg auch im Grunde nicht möglich).

Die Aussicht ist perfekt, das vorgelagerte Riff bringt den Strand richtig zum Leuchten und die steilen Felswände sind ein Paradies für und fremde Vogelarten.

Fazit: 30 Grad, hohe Luftfeuchtigkeit, ein toller Gipfel und ein abenteuerlicher Weg – so schön kann Urlaub sein.

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