Deckengletscher am Kilimanjaro

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Kilimanjaro - Gipfeltag, (Trekkingtour)


Charakter:

Nach den vielen Tagen am Mt. Meru und hier am Kilimajaro stellt sich heute heraus, ob wir gut genug an die Höhe angepasst sind bzw. ob unsere Kontition stimmt! Das langsame Gehen der letzten Tage und die Zurufe der Träger - Pole-Pole (langsam-langsam) werden sich heute als richtig erweisen. Wer nämlich seinen Körper schon vor der Gipfeletappe zuviel verausgabt hat, wird sicher seine Mühen haben.

Der Tag in einem Satz:
Einer langen und kalten Nacht bis zum Kraterrand folgt die Besteigung des Uhuru-Peaks, dem höchsten Punkt Afrikas - und der lange Abstieg bis zum Milleniums-Camp.

Tourdaten:

Gehzeit: 13:00:00
Höhendifferenz: 1102m
Abstiegsdifferenz: 2084m
Exposition:
Schwierigkeit: 5
Starthöhe: 4820 m
Endhöhe: 5895 m

Ausgangspunkt:

Arrows Camp, 4.820m

Aufstieg

Auf dieser Höhe im Arrows Camp ist es für viele schwierig, etwas Schlaf zu finden - vorallem wenn dieser um ca. 23 Uhr ein jähes Ende findet. Aufstehen, alles anziehen was man mit hat, kurz zusammenpacken und Frühstück (oder verspätetes Abendessen?) mit Suppe und Kecksen. Gleich nach dem Auffüllen der Thermosflaschen geht es endlich los. Im Schein der Stirnlampen mühen wir uns im Halbschlaf die ersten Höhenmeter aufwärts. Langsam aber sicher geht es voran, es wird immer kälter, und leider entsteht durch das langsame Gehen auch nicht genügend Körperwärme um dem entgegenzuwirken. Mehrere, sehr willkommene Trinkpausen halten uns erst so richtig wach - es wird immer mühsamer. Auf einer Höhe von 5.000m schaue ich auf den Höhenmesser und freue mich, diese Hürde genommen zu haben. Kurze aber ganz leichte Kletterpassagen am Great-West-Breach bringen Abwechslung auf dem sonst sehr schottrigen, aber recht guten Weg aufwärts. Es wird immer noch kälter....

Langsam breitet sich gegen 5 Uhr die Dämmerung aus und man erkennt zum ersten Mal in weiter Ferne den Kraterrand. Unzählige Stops und Trinkpausen später, führt unser Weg um etwa 6 Uhr am Kraterrand entlang und wird ganz flach, auf feinem Sand, erstmals vorbei an diesen bizarren Gletscherformationen in Richtung höchster Erhebung - dem Uhuru Peak. Knapp 200 Höhenmeter und ein letzter Anstieg trennen uns jetzt noch vom Ziel. Dieser letzte Anstieg wird für viele ziemlich Mühsam, zumal sich Müdigkeit und vorallem die Höhe schon sehr gut bemerkbar machen. Begleitet von den ersten Sonnenstrahlen am Gipfelhang endet schließlich dieser mühsame Anstieg und uns trennen noch flache 300 Meter zum höchsten, mit Tafeln gekennzeichneten Punkt Afrikas - dem Kilimajaro auf 5.895m.

An dieser Stelle ein DANKE an unseren Führer Hasslbaeck Johann und dem lokalen Chef Guide Mr. Minga und seinem Sohn Teagemear, die uns so souverän auf das Dach Afrikas geleitet haben, mir jedoch die letzten Tropfen meines kostbaren Tiroler-Schnappses am Gipfel geleert haben.

Umringt von bizarren Eisformationen und Gletscherresten entstehen Gipfelfotos und wir beginnen recht bald mit dem Abstieg.

Abstieg

Auf unserer Kilimanjaro-Überschreitung folgen wir nicht mehr der Aufstiegsroute über den Great-West-Breach. Wir steigen in Richtung Mawenzi (zerklüfteter, älterer Vulkan) ab, zu Beginn auf dem breiten "Normalweg", ehe wir in direkter Linie über riesige, endlose Geröllfelder direkt zum Barafu-Camp, 4.600m (Barafu-Route) absteigen. Wir durchschreiten dieses, mir persönlich trostlos erscheinende Camp und gehen über die riesige Kili-Wüste (zwischen Kilimanjaro und Mawenzi) auf recht flachem Weg zum nächsten und letzten Zeltplatz, dem Milleniums-Camp, 3850m.

Panoramen:

Freude am Gipfel
Freude am Gipfel
Gipfelpanorama
Gipfelpanorama
Abstieg am Gletscher entlang
Abstieg am Gletscher entlang
Kili Wüste
Kili Wüste

Fotos:

Abstieg neben Gletscher
Abstieg neben Gletscher
Gletscher am Kraterrand
Gletscher am Kraterrand
nach 13 Stunden Gehzeit
nach 13 Stunden Gehzeit
Kurze Rast
Kurze Rast
Mawenzi
Mawenzi
Rettungswagen
Rettungswagen
Karges Barafu Camp
Karges Barafu Camp
Gletscherrest
Gletscherrest
Gratulationen
Gratulationen
Am Ziel
Am Ziel
Gletscher
Gletscher
Abstieg auf Geröllhalden
Abstieg auf Geröllhalden
Gipfelhang
Gipfelhang
Vom Kili zum Mawenzi
Vom Kili zum Mawenzi
Hinweis
Hinweis
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